Wichtige Angabe für Radio Prag live: http://prehravac.rozhlas.cz/cro7

Foto: Jeroen Thoolen / Stock.XCHNG

Erneut sind zwei Wochen vergangen und das heißt: Es ist Zeit für eine weitere Ausgabe unseres Hörerforums. Von Ihren Zuschriften werden heute unter anderem zwei Fragen beantwortet. Sie betreffen den Empfang der Livesendungen von Radio Prag sowie die Möglichkeit für Senioren, den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in Prag kostenlos zu nutzen.

Foto: Jeroen Thoolen / Stock.XCHNG
Willkommen zum Hörerforum, liebe Hörerinnen und Hörer! Zunächst geht ein Dank an all jene, die uns Briefe, E-Mails und Empfangsberichte geschickt haben. Beginnen wollen wir mit der Zuschrift unserer Hörerin Anna Seiser aus Ottenau. Wir beantworten ihre Frage zum Empfang des Livestreams unserer Sendungen. Die Informationen dazu könnten auch andere Hörerinnen und Hörer interessieren. Frau Seiser schreibt:

„Auch Bernd und ich möchten uns dem Vorschlag von RTI-Hörerklub-Ottenau-Mitglied Joachim Thiel anschließen, den Sende- und Wochentag zu Beginn der Sendung anzusagen. Oft hören wir aber auch nach 14 Uhr noch den Radio-Prag-Beitrag vom Vortag, denn am Dienstag ist zu dieser Zeit noch nicht das Hörerforum, sondern die Montagssendung zu hören. Leider können wir den Livestream von Radio Prag nicht in unserem Internetradio finden. Bitte teilen Sie uns doch die genaue http://-Streamangabe für das Internetradio und auch die Livestream-Übertragungszeiten mit.“

Also zunächst eine kurze Antwort und danach eine Erläuterung. Die URL-Adresse, unter der die Live-Sendung von Radio Prag läuft, heißt: http://prehravac.rozhlas.cz/cro7. Die deutschsprachige Sendung ist dort alle drei Stunden zu hören. Die Premierensendung um 14 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit und dann je eine Wiederholung um 17, 20, 23 Uhr sowie um 2, 5, 8 und 11 Uhr des nachfolgenden Tages.

Foto: Archiv von Radio Prag
Falls Sie um 14 Uhr diese URL-Adresse anklicken, hören Sie die Premierensendung des jeweiligen Tages, und zwar live. Sie endet um 14.30 Uhr. Mit gewisser Verspätung, die die technische Verarbeitung erfordert, gelangt die Sendung dann auf unsere Hauptseite im Web, also auf www.radio.cz/de. Nachdem die halbstündige deutsche Live-Sendung über das Computersystem upgeloadet worden ist, ist sie auf der Hauptseite der deutschsprachigen Redaktion unter „Sendung auf Deutsch“ zu hören. Sie ist dort ab etwa 14.40 Uhr abrufbar.

Wenn Sie also die Leiste „Sendung auf Deutsch“ auf unserer Hauptseite um genau 14 Uhr angeklickt haben, dürften Sie nicht die neue Live-Sendung, sondern die Sendung vom Vortag gehört haben.

Wenn man über die Seite von Radio Prag die Live-Sendung hören will, muss man die Spalte ‚Wie höre ich Radio Prag’ anklicken. Dort findet man eine kleine Überschrift, dass gerade jetzt in der Live-Sendung eine bestimmte Sprache läuft. Zu den Zeiten, die wir genannt haben, hört man das Programm auf Deutsch, dazwischen aber auf Französisch, Englisch, Spanisch, Russisch oder Tschechisch. Dort gibt es sogar fünf Möglichkeiten, um den Live-Stream in verschiedenen Audioformaten zu hören. Soweit unsere Antwort auf die Frage von Frau Anna Seiser aus Ottenau. Wir hoffen, dass Sie nun keine Probleme mehr beim Empfang unserer Sendungen haben werden. Aber auch Bernd Seiser hat uns geschrieben. Er berichtet ausführlich über das 33. überregionale DX-Treffen, das in Ottenau stattfand. Selbst Radio Prag war dort ein Thema, geht aus seinem Brief hervor:

Foto: Archiv von Radio Prag
„Viele Teilnehmer des Treffens bedauerten die erneute Einstellung der analogen Kurzwellenübertragungen von Radio Prag. Sicher war der Zeitpunkt wegen anfänglicher schlechter Empfangsqualität etwas unglücklich, aber als sich Ende Februar und im März 2014 der Empfang bei Radio 360 verbesserte, war dies eine gute und wichtige Möglichkeit, Radio Prag ohne Internet zu hören, gerade nach dem Wegfall der WRN Astra-Satellitenübertragung. Wir hoffen auf eine baldige Wiederaufnahme der Kurzwellenübertragung von Radio Prag, das Interesse der Kurzwellenhörer ist Ihnen sicher.“

Im Folgenden wollen wir aus dem Brief von Lutz Winkler aus Schmitten zitieren, der uns im Mai erreichte. Darin hat er auf einen unserer Berichte reagiert:

„Im Forum Gesellschaft berichteten Sie im April über Shopping Malls auch in Tschechien. Diese Einheits-Einkaufstempel wachsen scheinbar überall und ich bin immer wieder erstaunt, wie gleichförmig und langweilig diese Einkaufstempel sind. Die Infrastruktur in den Städten leidet unter diesen enorm, leider haben aber auch die Stadtplaner einige Hausaufgaben nicht gemacht. Wenn ich als Besucher einer Stadt einen Betrag an Parkgebühren zahlen muss oder die öffentlichen Verkehrsmittel extrem teuer sind, wie im Rhein-Main Gebiet, dann brauchen sich die Stadtoberen nicht zu wundern, dass es die Menschenmassen zu den kostenlosen Parkplätzen in die Shopping Malls zieht. Für mich sind diese Einkaufstempel ermüdend und ich vermeide eigentlich so weit wie möglich, dort einkaufen zu gehen. Mir ist der kleine Händler um die Ecke wichtiger, auch wenn ich dort einiges mehr bezahle. Doch leider kann ich mit meinem Umsatz allein nicht alle Geschäfte glücklich machen :-). Und so versuche ich denn doch, meine Einkäufe bei den kleinen Läden und kleinen Warenhäusern zu tätigen. So gibt es in Bad Nauheim ein kleines Warenhaus, in dem es (fast) alles gibt – vom Fahrradschlauch bis zur Unterwäsche. Ich gehe dort gern einkaufen, die Atmosphäre ist gemütlich und die Verkäuferinnen haben immer ein offenes Ohr.“

Danke, Herr Winkler, für Ihre interessanten Anmerkungen. Abschließend wollen wir noch eine Frage beantworten, mit der sich zwei Hörer an uns gewandt haben. Andreas und Rosmarie Hartmann-Bäbler aus Chur schreiben:

Foto: Kristýna Maková
„Grüezi mitenand,

wir, das heißt meine Frau und ich, beide 71 Jahre alt, sind vom 2. Juni bis 8. Juni dieses Jahres in Prag. Nun haben wir verschiedene Varianten über die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel für Leute wie uns, die über 70 sind, gehört. Einmal heißt es, man solle eine Monatskarte kaufen, andere sagen, EU-Bürger über 70 können in Prag gratis fahren. Wir haben nun schon mindestens drei Varianten gehört. In einem Radio-Prag-Bericht lesen wir, dass alle Besucher von Prag, die über 70 sind, gratis fahren können (U-Bahn, Tram, Bus, Fähre, Seilbahn). Können Sie uns nochmals bestätigen, dass dies zutrifft? Wir möchten einfach sicher sein.“

Sie können einfach sicher sein. Noch einmal haben wir die Info-Hotline der Prager Verkehrsbetriebe angerufen, um uns zu erkundigen. Es wurde uns bestätigt, dass tatsächlich alle Senioren über 70 Jahre in Prag kostenlos befördert werden. Das gilt für Metro, Busse, Straßenbahnen, die Moldau-Fähren und für die Seilbahn auf den Petřín-Hügel, nicht aber für die Züge, die im Rahmen des Prager Nahverkehrs, also des auch auf die Vororte erweiterten Verkehrs genutzt werden können. Man muss nur nachweisen, dass man wirklich über 70 Jahre alt ist. Dazu braucht man entweder einen Ausweis der Prager Verkehrsbetriebe oder einen EU-Personalausweis beziehungsweise – was wohl in Ihrem Fall auch zutrifft – den Reisepass. Also, tragen Sie den Pass immer bei sich und Sie können ruhigen Gewissens innerhalb Prags kostenlos fahren.

Und das war’s schon wieder für heute. Bitte schreiben Sie uns auch weiterhin. Unsere Adressen lauten: Radio Prag, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik. Und für die elektronische Post: deutsch@radio.cz. Alles Gute und auf Wiederhören in zwei Wochen!