Aus dem Briefkasten im September

Foto: Dimitry Anikin, Unsplash / CC0
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Im heutigen Tagesecho: der Taiwan-Besuch des tschechischen Spitzenpolitikers, die Einkommenssteuer in Tschechien und die Corona.

Verleihung hoher Staatsauszeichnung der Tschechischen Republik 2018 (Foto: Filip Jandourek, Archiv des Tschechischen Rundfunks)

Der Oktober ist da und damit eine neue Folge unseres Hörerforums. Und selbstverständlich stellen wir auch eine neue Preisfrage. Sie lautet:

Am 28. Oktober wird hierzulande an die Gründung des eigenständigen tschechoslowakischen Staates erinnert. Dabei überreicht der Staatspräsident traditionell auch Orden. Wie heißt die höchste Auszeichnung, die das tschechische Staatsoberhaupt verleihen kann?

Schicken Sie uns die Antwort an cr@radio.cz.

Im September wollten wir von Ihnen etwas zur heißesten Mineralquelle in Karlsbad / Karlovy Vary wissen – nämlich wie heiß die sogenannte Sprudelquelle ist. Und die richtige Antwort lautet 72 beziehungsweise auch 73 Grad Celsius. Beide Zahlen haben wir als richtig anerkannt.

Unter anderem Alfred Greiner aus Deutschland hat richtig geantwortet und bekommt einen Sachpreis von uns. Herzlichen Glückwunsch!


Illustrationsfoto: Sharon McCutcheron, Unsplash / CC0

Und nun zu Ihren Briefen und Zuschriften, liebe Hörerinnen und Hörer.

Auch noch im September haben wir ein paar Glückwünsche zum 84. Geburtstag von Radio Prag International bekommen, für die wir uns herzlich bedanken. Dazu gehörte unter anderem ein Brief von Thorsten Brandenburg aus München. Neben seiner Gratulation schrieb er:

„Heute an meinem freien Tag nur ein kurzer Empfangsbericht aus München! Hier kehrt langsam der Herbst ein, die Abende sind schon recht kühl, und die Tage werden kürzer… Leider ist der Sommer immer viel zu schnell vorbei. Aber damit kommt auch die Zeit, in der man wieder mehr zu Hause ist und auch Zeit zum Radio hören findet.“

Anfang September hat nicht nur hierzulande der Besuch des tschechischen Senatsvorsitzenden Miloš Vystrčil in Taiwan für großes Aufsehen gesorgt. Das bestätigt etwa ein Brief von Bernd Seiser:

Miloš Vystrčil (Foto: Michaela Danelová, Archiv des Tschechischen Rundfunks)

„In dieser Woche gab es ja sowohl bei Radio Taiwan International als auch bei Radio Prag International ausführliche Beiträge zum Besuch des tschechischen Senatsvorsitzenden. Mit welcher Funktion in Taiwan oder in Deutschland ist Miloš Vystrčil zu vergleichen? Bundestagspräsident, Bundespräsident oder Bundeskanzlerin?“

Der Senat ist die obere Kammer des tschechischen Parlaments. Das Parlament besteht hierzulande aus zwei Kammern. Die untere ist das Abgeordnetenhaus, diese Kammer entspricht also dem deutschen Bundestag. Und der Senat ist von der Funktion her mit dem Bundesrat zu vergleichen. Der Senatschef ist daher so etwas wie der deutsche Bundesratspräsident, Herr Seiser.

Stefan Druschke aus Kerpen schreibt:

Foto: Gerd Altmann, Pixabay / CC0

„Ihre Sendungen in deutscher Sprache höre ich weiterhin gern, und ich schätze die Informationen über das aktuelle Geschehen in Ihrem Land. Auch in Ihren Programmen dominiert das Thema ‚Corona‘, was aber angesichts der derzeitigen Pandemie-Situation verständlich ist. Dieses Thema ist natürlich auch bei uns in Deutschland vorherrschend. Schön finde ich aber, dass andere Beiträge in Ihren Sendungen ebenfalls nicht zu kurz kommen wie zum Beispiel Berichte über Kultur und Sport. Momentan ist die Situation in diesen beiden Bereichen ja ziemlich eingeschränkt, und so ist es sicherlich nicht leicht, für jede Sendung einen passenden Beitrag abseits vom Thema Corona zu finden, aber das gelingt Ihnen sehr gut. Vielen Dank dafür!“

Momentan sei Radio Prag auf der Kurzwelle 3985 kHz in Kerpen, also in Nordrhein-Westfalen recht gut zu hören, ergänzt Herr Druschke. Das freut uns.

Illustrationsfoto: congerdesign, Pixabay / CC0

Dieter Feltes aus Pyrbaum in der Oberpfalz bedankt sich für die laufenden Informationen aus Tschechien und berichtet:

„Ganz leicht ist der Empfang auf Kurzwelle nicht. Aber ich glaube, dass es in den Wintermonaten besser wird. Auf der anderen Seite habe ich noch die Homepage, auf der ich alles nachlesen kann, was mich interessiert. Ja, das Coronavirus macht uns allen zu schaffen. Wie ich höre auch in Ihrem Land. Wie ist es bei Fußballspielen in den Stadien? Müssen die Vereine bei den Austragungen auch ohne Zuschauer oder nur mit einer begrenzten Anzahl auskommen? Bei uns werden teilweise, je nach Häufung der Krankheiten, Spiele ohne Zuschauer ausgetragen.“

Auch in Tschechien gilt dies. Seit Montag dieser Woche wurden die Corona-Maßnahmen wesentlich verschärft, und das bedeutet unter anderem, dass die Sportwettbewerbe in den kommenden 14 Tagen erst einmal ohne Zuschauer stattfinden müssen. Zuvor waren aber beispielsweise im Fußball bis zu 10.000 Besucher in den Stadien möglich.

Foto: Pete Linforth, Pixabay / CC0

Aus Berlin hat sich Andreas Mücklich bei uns gemeldet:

„Ich freue mich jedes Mal, wenn ich die Sendungen aus Prag hören kann, ist es doch für mich immer wieder interessant zu erfahren, was im Nachbarland Tschechien so passiert. Auch bei Ihnen ist das Thema ‚Coronavirus‘ weiterhin hochaktuell. Ich habe das Gefühl, dass es mit den Ansteckungszahlen auf und ab geht. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass sich etliche Menschen nicht an das Gebot des Maskentragens halten und so das Virus immer wieder neu verteilt wird. Mal sehen, wie lange das noch so weitergeht.“

Die Corona-Pandemie greift derzeit wieder stärker in das Leben der Menschen ein. Und sie beeinträchtigt sogar auch den Empfang der Sendungen von Radio Prag International, wie wir von Peter Möller aus Duisburg erfahren haben. Doch es freut uns sehr, dass unsere Hörer einen Weg gefunden haben, um sich gegenseitig zu helfen:

Foto: StockSnap, Pixabay / CC0

„Wegen der Corona-Pandemie werde ich noch nicht mein Internet-Café aufsuchen. Deswegen hat Ralf Urbanczyk die Radiosendung für mich als MP3-Datei auf einen USB-Stick kopiert und mir dann nach Duisburg geschickt. Das war eine große Freude für mich. Das möchte ich Ihnen mitteilen und sage Danke.“

Auch wir danken an Herrn Urbanczyk aus Eisleben. Und im Folgenden zitieren wir aus seinem Kommentar. Er habe den Einblick in die Diskussion um die Reform der Einkommenssteuer im Tagesecho interessant gefunden, schreibt Herr Urbanczyk und bietet auch seine eigene Meinung zur Diskussion:

Foto: Lena Balk, Unsplash / CC0

„Gerade bei der Einkommenssteuer gilt ja immer: Nach der Reform ist vor der Reform – sowie das alte Sprichwort: ‚Allen Leuten Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann‘. Erstaunt haben mich dann aber doch die relativ niedrigen Einkommenssteuern für Menschen mit höherem Einkommen. Wenn ich das richtig verstanden habe, liegt dann in Tschechien der Spitzensteuersatz bei 23 Prozent, und jeder Steuerpflichtige zahlt ab einem Einkommen von 5300 Euro schon den Spitzensteuersatz. Da ist Tschechien ja ein regelrechtes Steuerparadies, wenigstens für die Besserverdiener, verglichen mit Deutschland. Da scheint dann zumindest Steuerpflicht kein Thema zu sein, oder etwa doch? Der Wettbewerb um die niedrigsten Steuersätze ist ja enorm, sogar schon innerhalb der EU und erst recht weltweit.“

Illustrationsfoto: Dev Asangbam, Unsplash / CC0

Und zuletzt eine Frage, die wir von Paul Gager aus Wien bekommen haben:

„Vielleicht wissen Sie Rat? Wo ist das allseits beliebte Hörerforum vom Juli 2020 im Internet zu finden?“

Danke für den Hinweis, Herr Gager. Wir werden dafür sorgen, dass der Ton zum Hörerforum-Text auf unserer Website hinzugefügt wird, wie das eigentlich bei uns üblich ist. Für den Fehler auf unserer Homepage möchten wir uns entschuldigen. Das gewünschte Hörerforum finden Sie im Moment in unserem Programmarchiv, im Mittschnitt der gesamten Sendung vom 7. Juli 2020. Konkret unter: https://deutsch.radio.cz/sendung-auf-deutsch-07072020-8685667.

Und das war’s für heuteSchreiben Sie uns bitte weiter an die Adresse: Radio Prag International – Deutschsprachige Redaktion, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik, oder per E-Mail an: deutsch@radio.cz.