Bahnhof Prag-Bubny wird in neue Holocaust-Gedenkstätte verwandelt
Der Umbau des einstigen Bahnhofs Prag-Bubny in eine Holocaust-Gedenkstätte hat begonnen.
Ein Gebet für die Holocaust-Opfer begleitete den feierlichen Baustart am Montag. Anstelle des Bahnhofs Bubny, von dem im Zweiten Weltkrieg rund 50.000 Juden in Konzentrationslager deportiert worden waren, soll ein neues „Zentrum für Gedächtnis und Dialog Bubny“ entstehen (CPDB).
Der Umbau wurde vom Studio ARN aus Hradec Králové unter der Leitung der Architekten Jiří und Michal Krejčík entworfen. Im Bahnhofsgebäude werden Ausstellungssäle und multifunktionale Räumen sowie ein Café eingerichtet. Auch die unmittelbare Umgebung des früheren Bahnhofs wird neu belebt. Dabei soll das Denkmal des Bildhauers Aleš Veselý, das „Tor ohne Wiederkehr“, das 2015 enthüllt wurde, weiterhin das Gelände dominieren. Die in den Himmel ragenden Eisenbahnschienen symbolisieren das Leid und die letzte Reise der Menschen, die von dort deportiert worden waren.
Das Projekt im Wert von 200 Millionen Kronen (8 Millionen Kronen) wurde im Februar dieses Jahres von der Regierung gebilligt. An der Umsetzung werden sich die Eisenbahnverwaltung und das Zentrum für Erinnerung und Dialog Bubny beteiligen.
Der Bahnhof Bubny wurde Anfang 2023 stillgelegt, im Rahmen der Modernisierung der Strecke von Prag nach Kladno. Seit 1868 fahren hier ununterbrochen Züge, das derzeitige Bahnhofsgebäude stammt aus dem Jahr 1923. Ab August soll eine neuer und viel größerer Bahnhof Prag-Bubny als Haltestelle für den öffentlichen Verkehr dienen, der einige hundert Meter entfernt gebaut wird.
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