Die Segel hoch!

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Wenn im Sommer ein günstiger Wind weht, bedeutet das nur eines: Die Segel hoch! Dazu nun ein paar Vokabeln.

Ein Segelschiff heißt auf Tschechisch – plachetnice. Es ist ein Schiff, das anhand seiner Segel – plachta durch die Kraft des Windes – vítr bewegt wird. Die Segel sind an einem oder mehreren Masten – stěžeň und Rahen – ráhno befestigt. Das Rückgrat des Schiffes bildet der Kiel – kýl. Und um die Fahrtrichtung bestimmen zu können, braucht man ein Ruder – kormidlo.

Illustrationsfoto: Free-Photos,  Pixabay,  CC0

Will man losfahren, muss man die Segel setzten – napnout plachty. Dann segelt man – plachtit in der Windrichtung, also nach dem Wind – po větru, beziehungsweise kreuzt man – křižovat gegen den Wind. Beim Wind bauschen sich die Segel – plachty se vzdouvají. Will man anlegen – přistát oder ankern – kotvit, muss man die Segel bergen – skasat beziehungsweise svinout plachty.

Segelschiffe waren seit dem Altertum bis zum 19. Jahrhundert die wichtigsten Verkehrsmittel über längere Distanzen. Danach wurden sie durch Dampfschiffe – parník und Motorschiffe – motorová loď abgelöst. Denn diese sind nicht vom Wind abhängig und kommen auch bei Flaute – bezvětří vorwärts. Die Windstille verhindert bei einer Schiffsfahrt den Erfolg bei der Sache, und dieser Umstand wurde auch in eine Redewendung übertragen: Jemandem den Wind aus den Segeln zu nehmen – sebrat vítr z plachet, bedeutet, seine Argumente zu entkräften, seine Bestrebungen zu vereiteln und ihn zu entmutigen. Auf Wiederhören! Na slyšenou!