EU-Gelder für den Einsatz von Ehrenamtlichen in Krankenhäusern

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Das tschechische Gesundheitsministerium stellt EU-Gelder zur Verfügung, um den Einsatz von freiwilligen Helfern in stationären Pflegeeinrichtungen zu unterstützen. Seit Donnerstag können entsprechende Anträge gestellt werden.

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Zunächst sollen 16 Pflegeanbieter ausgewählt werden. Jedem einzelnen von ihnen können bis zu 950.000 Kronen (35.000 Euro) zugeteilt werden. Das Geld soll für die Schulung von Koordinatoren der Freiwilligen sowie für ihre Entlohnung eingesetzt werden. Wie das Ministerium der Presseagentur ČTK mitteilte, läuft die Antragsfrist bis 7. Januar 2021.

Ehrenamtliche helfen seit vielen Jahren in tschechischen Krankenhäusern aus, und das kostenlos. Zumeist pflegen sie soziale Kontakte mit Patienten, lesen ihnen vor oder leiten Bastelkurse. Oft werden sie in Kinder- oder Geriatrieabteilungen eingesetzt.

In der aktuellen Corona-Pandemie sind die Krankenhausleitungen bestrebt, freiwilligen Helfern bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. Sie sollen Angestellte ersetzen, die sich selbst infiziert haben, in Quarantäne sind oder sich wegen der Schulschließungen zu Hause um ihre Kinder kümmern müssen.

Roman Prymula (Foto: Archiv des Regierungsamtes der Tschechischen Republik)

„Das neue Förderprogramm wurde bereits seit Januar dieses Jahres vorbereitet“, erläutert Gesundheitsminister Roman Prymula (parteilos). „Damit wird das EU-Projekt zur Effektivierung der Krankenhauspflege mittels Freiwilligendiensten umgesetzt. Gerade jetzt bestätigt sich aber sein enormer Bedarf und auch, wie wichtig dieser Beitrag ist.“ Der positive Einfluss von Ehrenamtlichen in Gesundheitseinrichtungen lässt sich laut Prymula deutlich erkennen, sowohl bei Patienten und ihren Angehörigen als auch beim Personal.

Die künftigen Projektteilnehmer sollen sich ab April kommenden Jahres auch an der Einführung einer neuen Methodik zur Ehrenamtskoordination beteiligen. „Die ausgewählten Gesundheitseinrichtungen erhalten nicht nur die finanzielle Zuwendung. Ihnen kommt auch Unterstützung zu bei der Einführung der nötigen Prozesse, die mit dem Ehrenamtsprogramm und dessen Weiterentwicklung zusammenhängen“, ergänzt das Ministerium.

Das Projekt wird finanziert mit Geldern aus dem Europäischen Sozialfonds. Konkret entstammen sie dem operationellen Programm für Beschäftigung und soziale Innovation.