EU-Kommission prognostiziert 2,5 Prozent Wachstum für Tschechien

Illustrationsfoto: Rajeshkannan MJ, PublicDomainPictures.net

Die Europäische Kommission prognostiziert für Tschechien in diesem Jahr ein Wachstum von 2,5 Prozent. Dies geht aus der Herbst-Konjunkturprognose vor, die die Kommission am Dienstag veröffentlicht hat. Im Mai hatte die Schätzung der Brüsseler Wirtschaftsexperten mit einem Plus von 1,9 noch deutlich schlechter gelegen. Für 2015 und 2016 sagt die EU-Kommission einen weiteren Anstieg des Bruttoinlandsproduktes voraus, und zwar jeweils um 2,7 Prozent.

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In der Begründung für die Wachstumszahlen schreibt die Kommission, dass vor allem die einheimische Nachfrage wieder anziehe und der Umfang der Investitionen steige. Des Weiteren verweist sie auf die Bedeutung des Exports: Obwohl in den Ländern einiger der wichtigsten Handelspartner die Wirtschaft stagniere und geopolitische Spannungen störten, würde der Aufschwung in Tschechien anhalten.

Bei der Arbeitslosigkeit sehen die Fachleute hingegen in der nächsten Zeit keine Chance für große Änderungen. So wird für dieses Jahr eine Arbeitslosenrate von 6,3 Prozent vorhergesagt und in den folgenden Jahren jeweils nur eine Reduktion um 0,1 Prozentpunkt.

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Beim Haushaltsdefizit Tschechiens liegt die Vorhersage vergleichsweise günstig. So dürfte Tschechien problemlos innerhalb des Maastricht-Kriteriums für die Neuverschuldung bleiben, das heißt unter 3,0 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Konkret lautet die Prognose: 1,4 Prozent des BIP an neuen Schulden in diesem Jahr, im kommenden dann 2,1 Prozent und 2016 schließlich 1,7 Prozent. Bei den Schätzungen für 2015 geht Brüssel von den Vorhaben des Mitte-Links-Kabinetts aus. Dieses plant, die Löhne im öffentlichen Sektor anzuheben und außerdem für die Mehrwertsteuer einen neuen untersten Satz einzuführen.

Autor: Till Janzer
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