Hamburger Schauspielhaus auf dem Prager Theaterfestival

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Das Prager Theaterfestival deutscher Sprache ist in vollem Gange. Marketa Maurova blickt auf das vergangene Wochenende zurück.

Nachdem uns die charmante österreichische Künstlerin Erika Pluhar am Freitag mit ihrem Liederabend völlig in die Atmosphäre Wiens versetzt hat, stand das anschließende Wochenende ganz in der Regie des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. Diese Bühne ist bereits zum dritten Mal nach Prag gekommen und hat weitere zwei Aufführungen aus ihrem Repertoire, übrigens ganz unterschiedlichen Charakters, präsentiert.

Am Samstag wurde dem Prager Publikum ein hierzulande ganz einzigartiges Projekt geboten. In einer Fabrik ist zu diesem Zweck ein Theaterraum geschaffen worden, in dem zwölf Stunden lang eine Serie der historischen Dramen von William Shakespeare gespielt wurde. Das Deutsche Schauspielhaus Hamburg war Anfang der 90er Jahre ein durchschnittliches Theater. 1993 kam jedoch der neue Intendant Frank Baumbauer, um daraus eine Bühne zu machen, die mit höchsten Auszeichnungen bewertet wird und sich solche Projekte, wie die "Schlachten", leisten kann. Für die Prager Zuschauer waren die "Schlachten" ein Unikum. Hat die Inszenierung in Deutschland ein Gleichnis?, fragte ich Frank Baumbauer.

Der Erfolg beim Publikum war riesig, obwohl das Projekt große Ansprüche an die Zuschauer stellte. Als eine angenehme Entspannung wurde dann die zweite Vorstellung des Hamburger Schauspielhauses, der Musikabend aus einem Büro-Milieu, mit dem Titel "Die Sekretärinnen", empfunden. Dazu weiter Frank Baumbauer.