Im Briefkasten im April: Ostern, Czech made und ein paar Tipps

Der tschechische Animationsfilm sowie die Erfindungen und Produkte aus Tschechien: Unter anderem diese Serien von Radio Prag International wurden von den Hörern im April kommentiert.

Gustav Machatý | Quelle: Wikimedia Commons,  gemeinfrei

Gleich zu Anfang stellen wir Ihnen unsere Quizfrage im Monat Mai. Sie lautet:

Vor 120 Jahren wurde der Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Gustav Machatý geboren. Wie heißt sein international bekanntester Film, der zu seiner Zeit mit einem mutigen Handlungsmuster sowie mit Nacktszenen zu schocken wusste?

Schicken Sie uns den Titel des Films an cr@radio.cz.

Im April haben wir eine Preisfrage zum Osterfest gestellt. In Tschechien wird zu Ostern traditionell ein süßer Kuchen gebacken, der die Form eines Haustiers hat. Welches ist das? Die richtige Antwort lautet: das Lamm.

Unter anderem Susanne Grimm aus Deutschland hat richtig geantwortet und bekommt einen Sachpreis von uns. Herzlichen Glückwunsch!


Artikel in der Mittelbayerischen Zeitung berichtet über das Heiligen Grab in Darshofen | Quelle:  Mittelbayerische Zeitung

Auch die ersten Briefe und Zuschriften, aus denen wir heute zitieren wollen, betreffen die Beiträge, die wir an den Osterfeiertagen ausgestrahlt haben. Ludwig Gradl aus Darshofen reagiert auf unsere Sendung über das leuchtende Grab von Doudleby:

„Sehr interessant daran ist, dass wir in unserer Pfarrkirche Allerheiligen dasselbe Hl. Grab der Firma Zbitek besitzen. Es ist offensichtlich vollkommen baugleich, lediglich unsere Christusfigur im Grab ist mehr liegend wie in Doudleby. Die Ortschaft Darshofen liegt im Landkreis Neumarkt/Oberpfalz und ist ein Ortsteil der Stadt Parsberg, sie liegt zirka in der Mitte zwischen Regensburg und Nürnberg. Unser Hl. Grab stammt aus dem Jahr 1904 (1907?) und wird jährlich am Morgen des Karfreitag von einer Gruppe von Männern aufgestellt und am Karsamstag gegen 13 Uhr wieder abgebaut. In unserer Gegend – wir gehören zur Diözese Eichstätt – gibt es kein vergleichbares Hl. Grab mehr. Sie wurden vermutlich alle nach dem Konzil 1962 zerstört.“

Vielen Dank für diese Information, Herr Gradl, wir werden sie gerne weiterleiten, wie Sie es vorschlagen.

„Ich habe mich an meine Jugendzeit erinnert.“

Foto: Toelstede,  Wikimedia Commons,  CC BY-SA 3.0

Dieter Feltes aus Pyrbaum erinnert sich an Traditionen, die er in der Vergangenheit zu Ostern gepflegt hat:

„Ihr Osterprogramm hat mir sehr gut gefallen. Sie berichteten über die Osterbräuche in Ihrem Land. Ich nehme an, dass heute in Teilen von Tschechien alte Bräuche ausgeführt werden. Ich habe mich an meine Jugendzeit erinnert. In unserem Garten standen auch Weiden, die ich abbrach und zu kleinen Körben geflochten habe. Meine Eltern gaben mir dazu Anweisungen. Auch das Eier suchen haben wir noch lange gemacht. Und als ich verheiratet war, haben wir mit unserer Tochter die Eier im Garten gesucht.“

Gottfried Scheide aus Magdeburg hat ein Bild seiner E-Mail angehängt, das wir auf unserer Webseite gerne veröffentlichen:

Urkunde des ‚Monitor-Klubs‘ | Foto: Archiv von Gottfried Scheide

„Erneut sende ich Ihnen einen Empfangsbericht von Ihrer heutigen Sendung. Außerdem drängt es mich, Ihnen zu zeigen, dass ich bereits vor vielen Jahren, als ich noch jung war, ein aktiver Hörer von Radio Prag war. Ich nahm damals an vielen Umfragen und Preisausschreiben teil und erwarb unter anderem die Urkunde des ‚Monitor-Klubs‘ (siehe nachstehend). Das ist alles lange her, aber ich erinnere mich gerne daran.“

Lutz Winkler aus Schmitten im Taunus bedankt sich für die Sendungen und auch die Zusendung der letzten QSL-Karte.

„Ich finde die Serie sehr interessant. So hatte ich mich über den abgebildeten Würfelzucker auf der letzten QSL Karte gewundert – und nach einem Blick in die Schatztruhe Ihrer Webseite stellte sich heraus, dass der Würfelzucker tatsächlich in Tschechien erfunden wurde.“

Würfelzucker im Kurzfilm von Radio Prague International | Foto: Ondřej Tomšů,  Radio Prague International

„Diese Filme haben mich in eine andere Welt mitgenommen und ich sehe sie heute noch gern.“

Der Empfang der Sendung auf Kurzwelle im Rhein-Main-Gebiet sei in der Sommerperiode nicht möglich, berichtet Lutz Winkler und setzt fort:

„Sehr interessant finde ich die Serie über den tschechischen Animationsfilm. Ja, der kleine Maulwurf ist bekannt, aber es gab so viele wunderschöne Figuren wie Křemílek und Vochomůrka, Bob und Bobek oder Pat und Mat. Aber auch die Animationen in den Serien, beispielsweise ‚Luzie, der Schrecken der Straße‘ oder ‚Pan Tau‘. Diese Filme haben mich in eine andere Welt mitgenommen und ich sehe sie heute noch gern. Daher ist die Serie sehr schön, um die Erinnerungen aufzufrischen und doch mal im Internet nach der einen oder anderen Folge zu suchen, oder sogar eine DVD davon zu kaufen. Vielen Dank dafür.“

Illustrationsfoto: George Hodan,  PublicDomainPictures,  CC0

Uwe Meinhold aus Hamm wendet sich mit einem Programm-Vorschlag an uns:

„Wie wäre es mal mit einem Projekt bezüglich der Krimiszene in Tschechien. Wer ist der Maigret Prags bzw. der Sherlock Holmes? Leider gibt es im deutschen TV so gut wie keine Krimis aus Tschechien. Leider gibt es wahrscheinlich zu wenig Sendezeit für ein Hörspielprojekt. Es gibt natürlich gerade in Prag sehr viele interessante Epochen – den 30-jährigen Krieg, die Monarchie, die Erste Republik, die ČSSR, oder die Zeit der Hussitenkriege. Prag ist niemals langweilig.....“

Danke für den Tipp, Herr Meinhold. Hörspiele werden bei Radio Prag International nicht produziert. Wir könnten uns aber mal in unseren Beiträgen diesem Thema zuwenden.

Illustrationsfoto: Alexej Hulsow,  Pixabay,  CC0

Und zum Programminhalt unserer Sendungen äußert sich auch Gunther Seeger aus Deutschland:

„Sehr gerne höre ich ihre deutschsprachigen Nachrichten, weil ich etwas mehr aus und über Tschechien erfahren möchte, als das in den Nachrichten in Deutschland möglich ist. Besonders interessant finde ich Berichte über das Leben, über Geschichte und Reiseziele in Tschechien. Ihre Sendungen bieten hierfür viele interessante Berichte. Allerdings möchte ich anmerken, dass das Thema ‚Sport‘ mitunter deutlich zu viel Raum in Ihren Sendungen einnimmt. Manchmal ist ein Drittel der Sendezeit dem Sport gewidmet, und das finde ich zu viel. Natürlich gehört auch Sport zu den Bereichen der Nachrichten und soll auch berichtet werden, aber vielleicht muss es anteilig nicht so viel sein. Daher mein Wunsch: bitte anteilig etwas weniger Sport und dafür mehr Informationen über das Leben, Geschichte und Orte in Tschechien. Denn genau deshalb höre ich Ihre Sendung so gerne.“

„Die historischen Beiträge vermittelten mir immer wieder verschiedene persönliche Bezüge.“

Velorex 350/16 | Foto: Sven Leist,  Wikimedia Commons,  CC BY-SA 3.0

Horst Cersovsky aus Sangerhausen kommt in seinem Kommentar auf die Sendung über das tschechische Dreirad Velorex zurück:

„Der Beitrag in der Rubrik Czech Made hatte heute direkten Bezug zur aktuellen QSL-Serie, denn ein Motiv zeigt auch einen Oldtimer aus tschechischer Produktion. Die spannende Geschichte des motorisierten Dreirads Velorex, das eigentlich OS-KAR hieß, habe ich mit großem Interesse im deutschen Programm verfolgt. Nach der Sendung konnte ich mir noch die Bilder und den kurzen Videoclip auf der Homepage ansehen. Mein Interesse an Fahrzeugen ist vor allem vom Gebrauchswert beziehungsweise vom Nutzen bestimmt. Die Sendung nahm zwar leider keinen Bezug darauf, ob das tschechische Dreirad auch in die damalige DDR exportiert wurde, zum Beispiel für Menschen mit körperlichen Behinderungen. Ich meine aber, dass mir die Velorex-Fahrzeuge zumindest als Oldtimer im Straßenverkehr bereits begegnet sind, eventuell auch nur während der Urlaubsaufenthalte im Nachbarland.“

Insbesondere die historischen Beiträge vermittelten ihm immer wieder verschiedene persönliche Bezüge, schreibt Horst Cersovsky weiter:

Juri Gagarin und Walentina Tereschkowa im Berliner Walter-Ulbricht-Stadion | Foto: Horst Sturm,  Bundesarchiv,  Bild 183-B1019-0001-051,  Wikimedia Commons,  CC BY-SA 3.0 DE

„Im heutigen Rückblick auf die Heldentour des ersten Kosmonauten Juri Gagarin war das erwähnte kilometerlange Spalier der Bevölkerung zwar eher eine Randnotiz. Es kam mir jedoch die Erinnerung an die eigene Studienzeit in Berlin, als damals Ende der Siebzigerjahre bei Staatsbesuchen für uns Studenten häufig Spalierstehen statt Lehrveranstaltung angesagt war. Die tatsächliche Begeisterung der Bevölkerung für den jeweiligen Besuch ließ sich aus diesen gut organisierten Begrüßungen ebenfalls nicht ableiten. Ihren kritischen Beitrag über den Besuch des ersten Kosmonauten in der Tschechoslowakei vor 60 Jahren und über die Persönlichkeit von Juri Gagarin fand ich sehr hörenswert.“


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