Klaviere für Dakar: Firma Petrof fördert neue Musikschule im Senegal

Zuzana Ceralová Petrofová, Lívia Laifrová Gaye (Foto: Petrof)

Die tschechischen Klaviere der Marke Petrof sind auch in Afrika zu hören. In der senegalesischen Hauptstadt Dakar wurde erst kürzlich die erste Musikschule eröffnet, deren Schüler diese Instrumente aus Hradec Králové spielen. Weitere sollen folgen.

Zuzana Ceralová Petrofová,  Lívia Laifrová Gaye  (Foto: Petrof)
Die Musikschule in Dakar wurde von Lívia Laifrová Gaye gegründet. Die Musikerin stammt aus der Tschechoslowakei und studierte Musikwissenschaft an der Sorbonne in Paris. Ihr senegalesischer Ehemann brachte sie zur Gründung der Schule in Dakar. Lívia Laifrová Gaye:

„Ich möchte, dass meine Schüler senegalesische Jugendliche sind. Sie sind begabt genug, um sie zu einer neuen Generation von Pianisten zu erziehen.“

Klavier zu unterrichten, ist im Senegal kaum üblich. Im Jugend-Bildungszentrum in Dakar gibt es zwar eine Musikabteilung, dort lernt man aber vor allem traditionelle Instrumente.

„Die Senegalesen sind sehr musikalisch und sehr offen für alle Musikgenres, wie Jazz, traditionelle Musik oder Popmusik. Es bietet sich hier sicher auch der Raum für die klassische Musik. Sie werden das meiner Meinung nach sehr positiv aufnehmen.“

Foto: Petrof
Die Musikschule von Laifrová Gaye bekam dazu Klaviere des berühmten Klavier-Herstellers Petrof aus dem ostböhmischen Hradec Králové / Königgrätz. Es sind aber nicht die einzigen Klaviere von Petrof in Dakar, sagte die Geschäftsleiterin des Unternehmens, Zuzana Ceralová Petrofová, dem Tschechischen Rundfunk:

„Wir haben heute eine Grundschule hier in Dakar besucht, die sehr gut geführt wird. Und dort haben wir ein Pianino von Petrof gefunden. Es ist mit seinen etwa 60 Jahren schon ein bisschen angeschlagen, aber es klingt hervorragend. Wir waren überrascht, wie stabil es gestimmt ist. Außerdem wurde mir gesagt, dass es noch ein Petrof-Klavier in der türkischen Botschaft in Dakar gibt.“

Petrof liefert Instrumente in 60 Länder der Welt. Für das afrikanische Klima müssen die Klaviere speziell hergerichtet werden. Die hohe Feuchtigkeit in der Regenzeit schadet ihnen nämlich. Die Holzteile quellen auf und das Instrument lässt sich nicht mehr spielen. Der tschechische Klavierbauer hat dafür aber eine Lösung:

Foto: Jiřina Mužíková,  Archiv des Tschechischen Rundfunks
„Die Instrumente, die für solche extremen Bedingungen bestimmt sind, werden mit einem speziellen Lack und weiteren Mitteln gegen Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen behandelt. So kommt es nicht zu Bewegungen der Holzteile.“

Die Musikschule in Dakar ist nur ein erster Schritt. Die Firma Petrof plant, mit ihren Klavieren auch in andere Länder Westafrikas zu expandieren.