Konjunkturindikatoren zeigen Aufwärtstrend in tschechischer Wirtschaft

Foto: cuteimage, FreeDigitalPhotos.net

Die neuesten Zahlen zu Konjunkturindikatoren zeigen die tschechische Wirtschaft im Aufwind. Laut den am Mittwoch veröffentlichen Daten des Statistikamtes für Juni gibt es Zuwächse in der Industrieproduktion, dem Baugewerbe und in der Außenhandelsbilanz.

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Die Industrieproduktion legte demnach um 8,1 Prozent zu, dies war eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem Mai-Wert, der bei 2,5 Prozent Zuwachse gelegen hatte. Im Baugewerbe stand ein Plus von 5,1 Prozent zu Buche, nachdem im Mai die Produktion in dieser Branche noch stagniert hatte. Und in der Handelsbilanz wurde ein Soll von 19,1 Milliarden Kronen (690 Millionen Euro) verbucht; im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 4,1 Milliarden Kronen (148 Millionen Euro) weniger gewesen.

Zum Wachstum in der Industrieproduktion trug erneut am meisten die Fertigung von Autos bei. Aus Sicht des tschechischen BIP seien die Ergebnisse im Juni vielversprechend, sagte der Wirtschaftsanalytiker Petr Dufek von der ČSOB-Bank. Die Industrieproduktion ist und bleibe der Motor der tschechischen Wirtschaft. Ein schnelleres Wachstum gab es in diesem Jahr im Übrigen nur im März, als es im Jahresvergleich zu einem Plus von 8,7 Prozent kam.

Michal Kozub (Foto: Archiv Home Credit Bank)
Dem Bauwesen half vor allem der Bau von Privatwohnungen. Laut dem Wirtschaftsanalytiker Michal Kozub (Home Credit Bank) nahmen dabei sowohl die Investitionen der öffentlichen Hand als auch privater Bauherren zu. Allerdings wies Dufek darauf hin, dass es im Vergleichszeitraum – also Juni vergangenen Jahres – einen Einbruch im tschechischen Bauwesen gegeben hatte.

Im Außenhandel zeigten die Zahlen vom Mittwoch, dass allgemein einen Belebung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres eingetreten ist. So stiegen der Wert des Exports um 12,9 Prozent und der Wert des Imports um 11,9 Prozent.

Autor: Till Janzer
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