Leo Express schreibt weiter rote Zahlen

Foto: Offizielle Facebook-Seite von Leo Express

Leo Express bleibt in den roten Zahlen. Der privaten Eisenbahnanbieter konnte seinen Verlust im Vergleich zum Vorjahr jedoch um umgerechnet etwa 828.000 Euro senken. Während dieser im ersten Halbjahr 2013 bei umgerechnet 3,1 Millionen Euro lag, schlagen für 2014 etwa 2,3 Millionen Euro zu Buche. Die Geschäftszahlen aus der ersten Jahreshälfte gab Leo Express am Montag bekannt.

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Seine Umsätze konnte der Transportanbieter im ersten Halbjahr leicht anheben und einen Betriebsgewinn von umgerechnet etwa 160.000 Euro erzielen. Von Januar bis Juni 2013 lag noch ein Verlust von umgerechnet 872.000 Euro vor. Gewinn macht der Eisenbahnbetreiber bislang nur auf der neuen Strecke von Prag nach Staré Město u Uherského Hradiště / Altstadt bei Ungarisch Hradisch, die seit diesem Jahr befahren wird.

Leo Express ist seit November 2012 auf den tschechischen Schienen unterwegs und damit ein Konkurrent des staatlichen Eisenbahnbetriebs České dráhy (ČD) sowie des zweiten Privatanbieters RegioJet. Die drei Unternehmen liefern sich vor allem auf dem Strecke zwischen Prag und Ostrau / Ostrava einen scharfen Konkurrenzkampf. Leo Express hatte České dráhy im Juni diesen Jahres wegen angeblicher Dumpingpreise verklagt.

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Der private Anbieter Leo Express mit Firmensitz in Prag startete seine Tätigkeit 2012 mit der Strecke Prag – Ostrau / Ostrava. Ende 2014 kam die Verbindung nach Staré Město u Uherského Hradiště hinzu. Für Dezember 2014 möchte Leo Express sein Streckennetz in die Slowakei ausweiten und die Strecke Prag-Košice bedienen. Zu den weiteren Plänen gehört die Ausweitung des E-Commerce, also der Verkauf von Fahrkarten im Internet und über mobile Apps. Das Unternehmen erwartet wegen besserer Auslastung seiner Verbindungen für das kommende Jahr eine Umsatzsteigerung auf umgerechnet 1,8 bis 3,6 Millionen Euro. Vergangenes Jahr sind über 800.000 Personen mit einem Leo Express gefahren.