Mönchsgrasmücke ist Tschechiens Vogel des Jahres
Die tschechische Ornithologische Gesellschaft (ČSO) hat die Mönchsgrasmücke zum Vogel des Jahres 2026 ernannt. Das Tier zeichnet sich durch einen flötenden Gesang aus.
Die Mönchsgrasmücke ist einigen Meisenarten ähnlich und etwas kleiner als ein Sperling. Weiter erläutert Alena Klvaňová von der ČSO-Abteilung für internationale Beobachtung und Forschung:
„Das typische Erkennungsmerkmal ist eine dunkle Federkappe auf der Kopfmitte. Die Weibchen und Jungtiere sind zimtbraun, während die Männchen mit der Zeit ihre charakteristische dunkle Farbe annehmen.“
Ornithologen zählen die Mönchsgrasmücke zu den schönsten Singvögeln, die in Tschechien vorkommen. Sie ist vor allem aus Gebüschen heraus zu hören. Ursprünglich lebte die Art nur in Wäldern und auf Feldern. Durch Anpassungen an die Zivilisation sind diese Vögel heute aber für gewöhnlich auch in städtischen Parkanlagen oder Gärten zu finden.
Seit Beginn der systematischen Vogelzählung in den 1980er Jahren habe sich der Bestand der Mönchsgrasmücke sowohl in Tschechien als auch in ganz Europa verdreifacht, informiert die ČSO weiter. Hierzulande gebe es 1,5 bis zwei Millionen nestende Paare, womit das Tier zu den Top Fünf der hier beheimateten Vögel zählt.
Die Wintermonate verbringt der Großteil der Mönchsgrasmücken im Mittelmeerraum. Dort sind die Tiere nicht selten aber Ziel illegaler Jäger. Auf Zypern, Malta und in Italien fallen sie zudem oft Wilderern zum Opfer.
Die tschechische Ornithologische Gesellschaft zeigt die Mönchsgrasmücke seit jeher in ihrem Logo. Dazu konstatierte die ČSO am Dienstag:
„Mit der Verleihung des Ehrentitels wollen wir auf den 100. Jahrestag unserer Organisation aufmerksam machen. Seit ihrer Gründung 1926 widmet sie sich ununterbrochen dem Schutz der Vögel, ihrer Erforschung sowie der Popularisierung der Ornithologie. Den lateinischen Namen der Mönchsgrasmücke, Sylvia, trägt auch die Fachzeitschrift der ČSO im Namen, die seit 1936 erscheint.“
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