Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute

Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute

Jeder von uns hat es schon einmal selbst erlebt: Man hat keine Lust, etwas zu erledigen, und schiebt es auf. Man ist faul.

Faulheit - lenost | Foto: Olga Oginskaja,  Pixabay,  CC0

Als Faulheit – lenost wird der Mangel an Aktivität bei einem Menschen bezeichnet. Ein fauler Mensch ist im Tschechischen – líný. Dabei kann es sich um eine dauerhafte Eigenschaft – vlastnost handeln oder um einen momentanen Zustand. Man hat keine Motivation – motivace, keine Lust – chuť beziehungsweise nur einen schwachen Willen – slabá vůle, etwas zu tun. Dann wird dies auf später aufgeschoben – odkládat.

Bequem - pohodlný | Foto: Adina Voicu,  Pixabay,  CC0

Meistens bezeichnet man jemanden als faul, der nicht arbeiten – pracovat beziehungsweise nicht handeln – jednat will. Synonyme zu líný sind in dem Fall etwa lenivý oder zahálčivý. Häufig ist man auch zu faul, eine physische Aktivität auszuführen. In dem Fall ist man bequem – pohodlný.

Er hockt auf dem Ofen - pecivál | Foto aus dem Märchen „O líném Honzovi“ / „Über den faulen Hans“,  Tschechisches Fernsehen

Der tschechische Wortschatz,  mit dem ein fauler Mensch beschrieben werden kann, ist recht reich: Ein Faulenzer ist ein lenoch, zahaleč, povaleč, darmošlap, flink, flákač, ulejvák oder aber etwa pecivál (er hockt – válet se auf dem Ofen – pec). Von einem Müßiggänger sagt man, er sei faul wie eine Laus – je líný jako veš, er sei ein faules Fell – je to kůže líná beziehungsweise ihn hätte die Lenora befallen – padla na něj lenora. Zum aktiven Handeln fordert eine Redewendung auf: faules Maul, reines Unglück – líná huba, holé neštěstí. Sie besagt, dass ein maulfauler Mensch es zu nichts bringt. Und ein anderes Sprichwort mahnt: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. – Co můžeš udělat dnes, neodkládej na zítra. Auf Wiederhören! Na slyšenou!