Festival Open House in Prag macht Rekordzahl an Gebäuden zugänglich
Open House Praha nennt sich ein Festival, das jedes Jahr die Türen besonders interessanter Gebäude in Prag öffnet. Und genau das ist an diesem Wochenende wieder der Fall.
Prag ist eine Stadt der Architektur. Umso spannender ist das Festival Open House Praha, bei dem man kostenlos in Palais, Villen, Kirchen, Rathäuser und viele weitere Bauten kommt. Der elfte Jahrgang hat am Montag begonnen, doch der Höhepunkt liegt am Samstag und Sonntag. Denn eine Rekordzahl von 125 sonst nicht öffentlich zugänglichen Gebäuden kann besichtigt werden. Mehrere Dutzend von ihnen wurden zum ersten Mal überhaupt ins Festival integriert. So etwa Schulen und Bildungsinstitutionen. Klára Veselá leitet Open House Praha und sagte in den Inlandssendungen des Tschechischen Rundfunks:
„Das größte Zugpferd dürfte das Gymnasium in der Českobrodská-Straße sein. Es ist ein Passivhaus mit Solarkraftwerk sowie eigener Kläranlage und eines der modernsten Gebäude in Mittel- und Osteuropa. Äußerst interessant ist sicher auch der Pavillon tropischer Landwirtschaft an der Tschechischen Agraruniversität.“
Ein zweites durchgängiges Thema des Jahrgangs sind Bahnhöfe...
„Wir feiern 180 Jahre seit der ersten Ankunft eines Personenzugs am Masaryk-Bahnhof. Dort ist zum Beispiel erstmals das Lokomotivdepot geöffnet, aber auch weitere Teile sind zugänglich“, so die Direktorin.
Die Themensetzung geht aus dem Motto hervor, dieses lautet „Erbe der Vergangenheit, Herausforderungen der Zukunft“. Und weiter Klára Veselá:
„Das Motto haben nicht wir allein uns ausgedacht, sondern es gehört zu einem gesamteuropäischen Projekt, das sieben Metropolen Europas vereint. Es ist unser gemeinsames Schlagwort für das Jahr 2025. Das Erbe der Vergangenheit und die Herausforderungen der Zukunft versuchen wir gerade dadurch zu reflektieren, dass wir uns mit einigen kontroversen Umbauten und Restaurierungen beschäftigen – und das sowohl bei Schulen als auch bei Bahnhöfen. In unserem Banner zeigen wir das Dach des Bahnhofes Tešnov, der vor 40 Jahren wegen des Baus der Stadtautobahn abgerissen wurde.“
Die Besucher des Festivals können seit vergangenem Jahr im Übrigen eine App nutzen – und zwar nicht nur auf Tschechisch, sondern auch auf Englisch. 2024 sei sie noch im Testbetrieb gelaufen, nun aber voll entwickelt, sagt die Leiterin...
„In der App findet sich eine alphabetische Liste aller Gebäude, die am Samstag und Sonntag zugänglich sind. Sie bietet zudem einen Stadtplan für die genauere Planung, und man kann die möglichen Wartezeiten einsehen sowie die ungefähre Länge des Rundgangs.“
Die App trägt den gleichen Namen wie das Festival. Mehr Infos zum Programm gibt es auf der Website www.openhousepraha.com







