Junge Helfer aus Deutschland und anderen Ländern wieder in Feuchtgebieten des Böhmerwalds aktiv
Seit vergangenen Samstag ist wieder eine internationale Gruppe ehrenamtlicher Helfer im Böhmerwald, um die dortigen Feuchtgebiete zu revitalisieren.
Die tschechische Organisation Na mysli (zu Deutsch etwa: Im Sinn) organisiert das Wilderness-Camp bereits zum dritten Mal. In diesem Jahr sind mehr als 50 junge Menschen aus fünf Ländern dabei. Die Teilnehmer kommen vor allem aus Tschechien und Deutschland, aber auch aus den USA, Frankreich und Bulgarien. Darüber informiert Na mysli in einer Pressemitteilung zum Projektauftakt.
In Zusammenarbeit mit den Nationalparkverwaltungen des Böhmerwaldes und des Bayerischen Waldes helfen die jungen Erwachsenen etwa mit, das Moor Vlčí Jámy wiederherzurichten, aus dem das Torf lange Jahre für industrielle Zwecke abgebaut wurde. Ein weiterer Einsatzort ist das Flüsschen Častá in der Nähe des Ortes Strážný. Nachdem das Wasser jahrzehntelang durch ein künstlich begradigtes und vertieftes Flussbett geleitet wurde, fließt es mittlerweile wieder in den natürlichen Meanderbahnen.
Wie es weiter heißt, seien die Camp-Teilnehmer dadurch in Schutzprogramme eingebunden, die die Natur des Böhmerwaldes besser an die Folgen des Klimawandels anpassen sowie ihre Biodiversität wiederherstellen sollen. Ein Ziel sei dabei auch, das Risiko von Blitzhochwassern in der Landschaft zu senken.
Im Begleitprogramm erwartet die internationale Gruppe unter anderem ein Informationsgespräch mit der Polarbiologin Marie Šabacká. Sie ist Botschafterin des Europäischen Klimapaktes, des Green Deals, und wird über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Eisberge referieren. Außerdem berichten mehrere Vertreter der Nationalparkverwaltung über verschiedene Aspekte von Naturschutz und Revitalisierung.
Das Wilderness-Camp wird vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, von der Tschechischen Entwicklungsagentur (ČRA) sowie vom Unternehmen Patagonia finanziert. Es läuft noch bis kommenden Samstag.
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