In- oder Ausland? Urlaubsvorlieben der Tschechen

Foto: David Kubíček, Archiv des Tschechischen Rundfunks

Auch wenn bis zu den Sommerferien noch ein paar Wochen ins Land gehen, wird das Thema Urlaub in Ihren Briefen und E-Mails bereits erwähnt. Um die Urlaubsvorlieben der Tschechen, aber auch um Weiteres geht es im heutigen Hörerforum.

Willkommen beim Hörerforum, liebe Hörerinnen und Hörer. Als erstes schauen wir – wie regelmäßig - in unseren Briefkasten. Dort haben wir zum Beispiel Post von Eckhard Röscher aus Dessau gefunden. Er hat uns einen Empfangsbericht geschickt, der aber nicht die Auslandssendungen von Radio Prag, sondern eine Mittelwellensendung des Tschechischen Rundfunks 2 betrifft. Auch diese belohnen wir mit einer QSL-Karte. Herr Röscher bedankt sich zudem für die erste QSL-Karte des Jahres 2014, die wir ihm bereits zugesendet haben. Wie immer habe er sich sehr darüber gefreut, stellt er fest und schreibt weiter:

„Nach wie vor herrschen in den frühen Morgenstunden gute Bedingungen auf der Mittelwelle. Das konnte ich erst heute wieder mit Freude erleben, als ich Gast der Morgensendung von Český rozhlas 2 auf 639 kHz war. Ich habe die Hörzeit wieder richtig genossen. In solchen Augenblicken vergeht die Zeit gefühlt noch schneller. Leider rief die Arbeit, und somit musste ich meinen Platz am Empfänger verlassen. Leider weiß ich auch nicht, von welchem Standort dieses Programm ausgestrahlt wird. Die Empfangsqualität war sehr gut, so dass ich einen leistungsstarken Sender dahinter vermute. Ich würde mich wie immer freuen, wenn Sie meinen Bericht mit einer QSL-Karte bestätigen und auch den Senderstandort darauf notieren könnten!“

Sender Liblice (Foto: Ludek, Wikimedia CC 3.0)
Wir werden die Karte gerne schicken. Zum Sender können wir Ihnen schon jetzt mitteilen: Es gibt zwei Sender in der Tschechischen Republik, die das zweite Programm des Tschechischen Rundfunks auf der Frequenz 639 kHz senden. Der eine steht in Liblice in Mittelböhmen, der andere in der mährisch-schlesischen Großstadt Ostrava / Ostrau. Im Fall Ihres Empfangs in Dessau handelt es sich höchstwahrscheinlich um den Sender in Liblice.

Stefan Druschke aus Kerpen bedankt sich für die schnelle Bestätigung seines letzten Empfangsberichtes und schreibt:

„Da das deutschsprachige Programm von Radio Prag inzwischen leider nicht mehr über Radio360.eu ausgestrahlt wird, bin ich zum Hören Ihrer Sendungen nun wieder auf das Internet angewiesen. Immerhin ist das Programm dort noch zu hören! Die Programme gefallen mir weiterhin sehr gut. Neben den Nachrichten interessieren mich vor allem Hintergrundberichte über Politik, Wirtschaft und Kultur. Die Kolleginnen und Kollegen von Radio Prag sind stets hervorragend vorbereitet und informiert, und so sind die Beiträge auch stets hörenswert. Über die Empfangsqualität Ihrer Sendungen via Internet lässt sich natürlich nicht meckern. Beigefügt habe ich einen Empfangsbericht über die Sendung in deutscher Sprache, die ich vor einigen Minuten über Ihre Homepage gehört habe, und über eine Bestätigung mit Ihrer neuesten QSL-Karte würde ich mich wieder sehr freuen. Für heute möchte ich mich nun wieder verabschieden. Vielen Dank für Ihre fleißige Arbeit und den sehr guten Hörerservice!“

Riesengebirge
Auch wir danken Ihnen, Herr Druschke, für Ihren Brief mit den netten Worten. Keinen langen Weg hat der Empfangsbericht von Horst Cersovsky zurücklegen müssen. Unser regelmäßiger Hörer hat sich diesmal nicht wie sonst aus Sangerhausen, sondern direkt aus Tschechien gemeldet:

„Liebe Mitarbeiter der deutschen Redaktion, nach über drei Jahren verbringe ich wieder einen Kurzurlaub in Tschechien. So schreibe ich einen Empfangsbericht aus dem Riesengebirge. Die Sendung konnte ich hier im Internet verfolgen, wobei ich von einer vorgegebenen Empfangszeit unabhängig war. Das ist sicher ein Vorteil, aber trotzdem vermisse ich auch die Möglichkeit, unabhängig vom Internetzugang die deutschen Sendungen auf der Kurzwelle zu hören.“

Foto: Archiv Radio Prag
Herr Cersovsky hat uns diesmal Grüße aus Vrchlabí / Hohenelbe in Nordostböhmen geschickt, für die wir uns herzlich bedanken.

Wir bleiben auch bei der nächsten Zuschrift beim Thema ‚Urlaub‘. Klaus Köhler aus Probstzella schreibt:

„Liebe Redaktion, da hat es leider aus Zeitmangel nicht mehr pünktlich geklappt, um Ihnen allen in der deutschen Redaktion schöne Osterfeiertage zu wünschen! ‚Geschuldet‘ war dies dem herrlichen Osterwetter und dem (unangemeldeten) Besuch guter Freunde hier im schönen Thüringer Wald. Und nun trennen mich auch meine nur noch 14 Tage bis zum Urlaubsbeginn in der Türkei, wieder einmal haben wir uns für die schöne Region um Side entschieden, welche beim ersten Mal einen nachhaltigen Eindruck auf uns hinterlassen hat. Wie beim letzten Urlaub auf Bali im September vergangenen Jahres wird es auch diesmal wieder Urlaubsgrüße geben. Und da ich beim allseits beliebten Urlaubsthema bin, würde mich interessieren, welche Vorlieben dabei die tschechischen Bürger haben. Wie steht es mit der Beliebtheit von sowohl Inlands- als auch Auslandsreisen, und welche sind die beliebtesten Reiseziele? Wie entwickelte sich der Reisemarkt in den vergangenen Jahren? Welches sind die größten und beliebtesten Reiseveranstalter? Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle auch für Ihre letzten beiden QSL-Karten. Damit ist meine Kollektion für das Jahr 2013 mit den Flugzeugmotiven komplett und der Grundstein gelegt für die aktuelle Serie ‚Tschechische Landschaften‘.“

Foto: David Kubíček, Archiv des Tschechischen Rundfunks
Vielen Dank, Herr Köhler, für Ihre E-Mail und auch für die interessanten Fragen, die Sie uns gestellt haben. Wir haben ein bisschen nachgeforscht, um sie beantworten zu können. Natürlich erleben auch die Urlaubsgewohnheiten der Tschechen eine gewisse Entwicklung. Im vergangenen Jahr hat sich der Anteil derjenigen, die in Tschechien bleiben, und derjenigen, die ins Ausland fahren, weiter angeglichen. Die Zahl derjenigen, die ihren Urlaub im Ausland verbracht haben, stieg um sechs Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil lag bei 41 Prozent der Tschechen. Ein Durchschnittstscheche gibt für den Urlaub im Ausland 10.000 bis 15.000 Kronen (umgerechnet 370 bis 555 Euro) aus, der Urlaub im Inland kostet im Durchschnitt um ein Drittel weniger. Das Geld ist auch der wichtigste Faktor, der die Wahl des Urlaubsziel bestimmt. Für den Verbleib im Inland entscheiden sich die meisten ganze einfach aus Spargründen. Etwa 55 Prozent der Tschechen legen im Voraus fest, wieviel Geld sie während des Urlaubs direkt vor Ort ausgeben.

Foto: Barbora Kmentová
Bei der Organisation der Urlaubsreisen sind die Tschechen relativ selbständig. Die Mehrheit kümmert sich selbst um Reise und Unterkunft. Ein Reisebüro nehmen nur 46 Prozent der Touristen in Anspruch, die ins Ausland fahren, und nur 7 Prozent, die ihren Urlaub in der Heimat verbringen. Wird ins Ausland gefahren, verbringt man dort im Schnitt neun Tage, das sind fünf Tage weniger als früher. Der Urlaub ist zwar kürzer, doch immer häufiger werden All-Inclusive-Aufenthalte gebucht. Im Inland dauert der Urlaub häufig nur eine Woche.

Im Durschnitt fahren die Tschechen einmal in zwei Jahren ins Ausland. Ein klarer Favorit ist Kroatien, gefolgt von Italien und Griechenland. Ungefähr 75 Prozent der Tschechen haben noch nie ein exotisches Land besucht. Drei Prozent verbringen dort hingegen regelmäßig ihre Urlaubstage. Die beliebtesten Ziele sind dabei Thailand, die Dominikanische Republik, Kuba und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Foto: Archiv Radio Prag
Etwa ein Drittel der Tschechen hat im vergangenen Jahr den Urlaub zu Hause, im Ferienhaus oder bei Verwandten verbracht.

Und das war’s für heute. Bitte schreiben Sie uns auch weiterhin, stellen Sie Ihre Fragen und kommentieren Sie unsere Sendungen! Hier noch einmal die Adressen: Radio Prag, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik. Oder per E-Mail an: deutsch@radio.cz. Alles Gute und auf Wiederhören in zwei Wochen!