Ökonomen der Banken verbessern Wirtschaftsprognose für Tschechien

Foto: Renjith Krishnan, FreeDigitalPhotos.net

Die Ökonomen der wichtigsten Banken hierzulande haben die Wirtschaftsprognose für Tschechien deutlich verbessert. Nach den am Mittwoch veröffentlichen Zahlen soll das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um insgesamt 2,4 Prozent wachsen. Im April hatte die sogenannte Banken-Assoziation noch 1,9 Prozent Wachstum vorausgesagt. Für kommendes Jahr prognostizieren die Banker ein Plus von 2,7 Prozent.

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Als Wachstumslokomotive sehen die Ökonomen weiter vor allem den Export, der von der günstigen Lage auf den wichtigsten Märkten profitieren dürfte. Gegenüber der April-Prognose glauben die Experten aber an eine verstärkte Investitionstätigkeit der Firmen. Dies betreffe vor allem die Bereiche Maschinen und kommerzielle Immobilien, wie der Chefökonom der tschechischen Handelsbank (ČSOB), Petr Dufek erläuterte. Ein weiterer positiver Faktor sei, dass die Indices für den Privatkonsum nach oben zeigten, so Dufek.

Die Banken-Assoziation ist hingegen skeptisch, dass sich die verbesserten Wirtschaftsaussichten auch auf dem tschechischen Arbeitsmarkt auswirken dürften. Weiter geht sie für dieses Jahr von einem Schnitt der Arbeitslosenrate bei 7,6 Prozent aus. An große Verbesserungen glauben die Banker auch nicht für kommendes Jahr, bei einer Prognose von 7,1 Prozent Menschen ohne Beschäftigung.

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Weitere makroökonomische Zahlen der Prognose sind durchschnittlich 0,8 Prozent Inflationsrate in diesem Jahr und 2,0 Prozent im darauffolgenden Jahr. Änderungen am Wechselkurs werden nicht erwartet: Bis Dezember wird mit 27,4 Kronen je Euro gerechnet und 2015 dann mit 27 Kronen pro Euro.

Die Banken-Assoziation veröffentlicht jedes Vierteljahr eine Prognose. Der aktuelle Ausblick entstand aufgrund der Analysen von Ökonomen der Banken ČSOB, Tschechische Sparkasse (Česká spořitelna), Raiffeisenbank, UniCrdeit Bank, Kommerzbank (Komerční banka), GE Money Bank und Citibank.

Autor: Till Janzer
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