Pilsner Urquell AG exportierte erstmals über eine Million Hektoliter Bier

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Die Brauerei-Gruppe Plzeňský Prazdroj (Pilsner Urquell) hat im vergangenen Finanzjahr einen Gewinn von mehr als 3,5 Milliarden Kronen (ca. 130 Millionen Euro) vor Steuern gemacht. Das ist ein Zuwachs von fast fünf Prozent gegenüber dem vorherigen Finanzjahr, das von April 2012 bis März 2013 lief.

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Die Umsätze der Aktiengesellschaft, zu der die Biermarken Pilsner Urquell, Gambrinus, Velkopopovický Kozel und Radegast gehören, lagen im gleichen Zeitraum bei über 13 Milliarden Kronen (ca. 480 Millionen Euro). Das heißt indes, dass die Umsätze im Finanzjahr 2013/14 um zwei Prozent geringer waren als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Nach Aussage des Generaldirektors und Vorstandsvorsitzenden der AG Plzeňský Prazdroj, Paolo Lanzarotti, war die Situation auf dem Biermarkt im zurückliegenden Finanzjahr nicht wirklich einfach. Erheblichen Einfluss auf den Rückgang des inländischen Bierverbrauchs hatte vor allem das ungünstige Wetter. In den Frühlingsmonaten war es außergewöhnlich kalt und im Juni sorgte besonders das Hochwasser für eine nachlassende Nachfrage der Bierkonsumenten.

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Den Rückgang des Bierkonsums auf dem Binnenmarkt hat die Urquell-Gruppe indes durch den Export kompensieren können. Die Bierausfuhr der AG erreichte im vergangenen Jahr ein neues Rekordergebnis – sie überstieg zum ersten Mal die Marke von einer Million Hektoliter. Der Export war auch der Erfolgsgarant für viele weitere Brauereien in Tschechien. Während die Biernachfrage auf dem Binnenmarkt insgesamt im Jahresvergleich um 1,1 Prozent gesunken ist, stieg der tschechische Bierexport im vergangenen Jahr um fast zehn Prozent, gab unlängst der hiesige Verband der Brauereien und Mälzereien bekannt.