QSL-Karten 2020: Sendemasten in Tschechien

Foto: Ondřej Tomšů

Wir stellen eine neue Quizfrage und zitieren wie gewohnt aus Ihren Briefen und Zuschriften.

Foto: Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio Prague International

Willkommen zum ersten Hörerforum des Jahres 2020. Zum Einstieg wollen wir allen Freunden von Radio Prag International ein frohes neues Jahr wünschen. Wir hoffen, dass Sie uns auch in den kommenden zwölf Monaten treu bleiben und möglichst viel Zeit mit unseren Sendungen verbringen. Natürlich möchten wir uns für Ihre Aufmerksamkeit im vergangenen Jahr herzlich bedanken.

Foto: Archiv PragJesu / David Neff
Das neue Jahr hat mit dem Januar begonnen. Und das bedeutet, dass wir Ihnen eine brandneue Quizfrage stellen wollen. Sie lautet:

Vor 130 Jahren (23. Januar 1890) gab Kaiser Franz Joseph grünes Licht für die Gründung der „Böhmischen Akademie der Wissenschaften, Literatur und Künste“. Wer war erster Präsident dieser Institution?

Schicken Sie uns die richtige Antwort an cr@radio.cz.

Im Dezember war der Name Polyxena von Lobkowicz die richtige Antwort. Diese Adelige hat die Statue des Prager Jesuleins dem Kloster der Karmeliten in Prag geschenkt. Das weltbekannte Gnadenbild ist in der Kirche Maria vom Siege auf der Prager Kleinseite zu sehen. Unter anderem Paul Gager aus Österreich hat richtig geantwortet und bekommt einen Sachpreis von Radio Prag International.


Mit dem neuen Jahr beginnt auch das Sammeln von frischen QSL-Karten. Radio Prag International gibt für 2020 insgesamt acht neue Motive heraus. Das Thema der diesjährigen Serie ist eng mit dem Radiobetrieb verbunden und wird allen Fans des klassischen Hörfunks sicher gut gefallen. Sie werden für Ihre Empfangstätigung nämlich Karten bekommen, auf denen tschechische Sendemasten zu sehen sind. Auf den Bildern finden sich unter anderem die Anlagen in Moravské Budějovice / Mährisch Budwitz und Liblice sowie diejenigen auf den Bergen Javořice / Jaborschützberg und Ještěd / Jeschken. All diese Masten nutzt der Tschechische Rundfunk nach wie vor für seine Programme.

Ještěd (Foto: Ondřej Tomšů)

Und nun zu Ihren Briefen und Zuschriften vom Ende des Jahres. Ein positives Echo auf die Kurzwellenausstrahlung aus der Eifel kam von Stefan Druschke aus Kerpen:

Foto: drp, Flickr, CC BY-NC-ND 2.0
„Nun sendet Radio Prag International endlich wieder auf Kurzwelle! Aus diesem Anlass möchte ich mich auch gleich wieder schriftlich melden. Ende der 1970er Jahre gab es ja noch ein umfangreiches Programm auf Kurzwelle mit einem mehrsprachigen Interprogramm und mehreren Sendezeiten für die deutschsprachigen Sendungen. Und nun sind sie wieder einmal täglich auf Kurzwelle zu hören. Die Sendezeit ist für mich günstig, und der Empfang hier normalerweise gut. Das Programm von Radio Prag International gefällt mir weiterhin sehr. Die Auswahl der Themen ist aktuell und interessant, und auch die Moderation sehr angenehm.“

Ralf Urbanczyk aus Eisleben kommentiert einen der Beiträge aus dem Weihnachtsprogramm von Radio Prag International. Er schreibt dazu:

„Die schönsten Christbaumkugeln kommen aus Tschechien! Seit Jahrzehnten höre ich diesen Satz immer und zur Weihnachtszeit. Es gibt sogar Leute, die extra nach Tschechien fahren, um die passenden Kugeln auszuwählen. Und heute gab es in Ihrem Weihnachtsprogramm einen Besuch in einer der traditionellen böhmischen Manufakturen für Weihnachtsbaumschmuck! Die Reportage, welche die vielen Arbeitsschritte bei der Herstellung von traditionellem Weihnachtsschmuck begleitete, ließ mich wenigstens für einige Minuten zurück inmitten der Glaskugeln, beim Blasen der Perlen, beim Färben der Hohlkörper und beim Aufbringen von Schmuckteilen. Vielen Dank für dieses Programm, welches wunderbar zum ersten Weihnachtsfeiertag passte.“

Foto: Ondřej Tomšů
Wir haben recht viele Weihnachts- und Neujahrsgrüße sowie Dankesworte von Ihnen bekommen, für die wir uns herzlich bedanken möchten.

Franz Schanza aus Schrems wendet sich mit seinen Wünschen nicht nur an das Redaktionsteam von Radio Prag, sondern auch an seine sozusagen Kollegen aus den Reihen der Hörer:

„Ich möchte Ihnen und dem gesamten Team von Radio Prag International zum Jahreswechsel alles Gute, Gesundheit und weiterhin viel Erfolg wünschen. Machen Sie mit Ihrem interessanten und ausführlichen Programm im kommenden Jahr so weiter und bleiben Sie uns Radiohörern noch lange erhalten. Viel Glück im Jahr 2020 und recht herzliche Grüße an die gesamte Hörergemeinde, allen voran Volker Willschrey und Familie, Bernd Seiser, Hermann Heyne-Pietschmann, Helmut Matt und Hans Werner Lange.“

Auch Heinrich und Kirsten Eusterbrock aus Kaufbeuren wünschen Gesundheit, Glück und Frieden für 2020 und bedanken sich für die Sendungen, die wir im abgelaufenen Jahr präsentiert haben. Herr Eusterbrock hat in seiner E-Mail auch eines der Bauwerke kommentiert, das auf der QSL-Karten-Serie für das Jahr 2019 abgebildet ist. Nur zur Erinnerung, auf der QSL-Reihe waren interessante Beispiele der modernen Architektur in Tschechien.

„Über die siebte QSL-Karte der diesjährigen Serie habe ich mich sehr gefreut. Der Anblick des Motives, einer im modernen Stil gebauten Kirche, ist natürlich zunächst ungewohnt. Andererseits: Warum nicht auch einmal so – wenn‘s der Gemeinde gefällt.“

Foto: Ondřej Tomšů
Es handelt sich um das Bethaus der Brüdergemeinde in Černošice bei Prag, einen Bau des Architekten Zdeněk Fránek aus dem Jahr 2010. Dieser hat auch bei Fritz Andorf aus Meckenheim die Aufmerksamkeit geweckt.

„Dieses moderne Architekturdenkmal gefällt mir sehr gut. Die Glaubensrichtung der Brüdergemeinde ist hier nicht vertreten. Mir ist sie allerdings bekannt durch die prächtigen Weihnachts-Papiersterne der Herrnhuter Brüdergemeinde im Osten Sachsens. Wie stark ist denn die Brüdergemeinde in Tschechien? Befindet sich in Černošice eine besonders große Gemeinde, dass man dort für sie extra eine Kirche errichtet hat? Oder dient das Gotteshaus den Gläubigen als Zentrum für eine größere Region?“

Die Brüdergemeinde beziehungsweise Brüderkirche, auf Tschechisch Církev bratrská, ist eine der kleineren christlichen Religionsgemeinschaften hierzulande. Sie hat heute etwa 12.000 Mitglieder und ist an 160 Orten Tschechiens vertreten. Die Anfänge der Kirche reichen in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück, damals hat sie sich in Ostböhmen als „Freie evangelische tschechische Kirche“ konstituiert. Den Namen Brüderkirche trägt sie seit 1967. Sie ist eine evangelikalische Kirche protestantischer Konfession. Die Brüderkirche bekennt sich zur Tradition der Böhmischen Brüder, also einer Glaubensrichtung, die im 15. und 16. Jahrhundert in Böhmen aufkam. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts mussten die Böhmischen Brüder vor der Verfolgung durch die Katholiken fliehen. Als Brüdergemeinde erlebten sie später im sächsischen Herrnhut eine zweite Blüte. Zurück aber in die heutige Zeit. Die Brüderkirche ist nicht die einzige reformierte Kirche hierzulande. Größer als sie sind die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder mit knapp 70.000 Mitgliedern und die Tschechoslowakische hussitische Kirche mit etwa 40.000 Mitgliedern. Übrigens, die Letztgenannte wurde vor genau 100 Jahren, am 8. Januar 1920 gegründet.

Und das war's für heute. Wir freuen uns auf Ihre Empfangsberichte, E-Mails und Briefe. Schicken Sie uns diese an die Adresse: Radio Prag International – Deutschsprachige Redaktion, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik, oder per E-Mail an: deutsch@radio.cz.