Sammelband "Was haben unsere Länder Europa und der Menschheit gegeben?"

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"Was haben unsere Länder Europa und der Menschheit gegeben?" Dieser Frage geht ein zweibändiges Buch nach das vor 60 Jahren erschienen ist. Der dritte Band ist seit kurzem in tschechischen Buchhandlungen zu haben. Mehr dazu von Markéta Maurová.

44 Autoren versuchen in verschiedenen Analysen, im Sinne der zitierten Frage die vergangenen sechzig Jahre aus ihrer Perspektive und in Bezug auf ihren Wirkungsbereich zu untersuchen. Die Beiträge sind thematisch geordnet: von der gesellschaftlich-politischen Reflexion, über die Wirtschaft und naturwissenschaftlichen Fragen bis zur Kunst.

Man knüpft damit an einen Sammelband an, der unter der Leitung des Linguisten Vilem Mathesius im Jahre 1938, anlässlich des 20. Gründungstags der Tschechoslowakischen Republik herausgegeben werden sollte. Die dramatischen Ereignisse jener Zeit verursachten, dass die Meinungen der führenden Wissenschaftler und Intellektuellen der Zwischenkriegszeit, die die tausendjährige Geschichte der böhmischen Länder aufarbeitet hatten, einige Jahre später, in einem völlig veränderten historischen Kontext erschienen.

Die Redaktoren des neuen Sammelbandes, der nach der Wiederausgabe der beiden älteren im Verlag Europäischer Literarischer Klub erscheint, Ivan M. Havel und Dusan Trestik, stellen sich die Frage, ob man in einzelnen Beiträgen einen gemeinsamen Ansatz finden kann. In vielen der Artikel würden die 60er Jahre als eine Gipfelperiode der Nachkriegszeit betrachtet und die letzten zehn Jahre, nach 1989 überwiegend kritisch angesehen, heißt es in ihrem Einleitungswort. Was sonst haben die Artikel gemeinsam? Mehr dazu sagte uns einer der Redaktoren selbst, der Historiker Dusan Trestik: