Schulden der tschechischen Haushalte steigen

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Die Schulden tschechischer Privathaushalte bei Banken und Kreditgenossenschaften sind vom Juni zum Juli dieses Jahres um 12,8 Milliarden Kronen (490 Millionen Euro) gestiegen.

Die Tschechische Nationalbank teilt mit, dass im Juli ein Schuldenstand von insgesamt 1,809 Billionen Kronen (69 Milliarden Euro) verzeichnet wurde. Seit dem Vorjahr ist diese Zahl um 105,5 Milliarden Kronen (4 Milliarden Euro) gestiegen, das entspricht 6,2 Prozent.

Die Verschuldung von Firmen hingegen sank im Juli um 9,6 Milliarden (370 Millionen Euro) auf insgesamt 1,159 Billionen (44,2 Millionen Euro) Kronen im Vergleich zum Vormonat. Im Gegensatz zum Vorjahr lag die Gesamtsumme aber um 30 Milliarden Kronen (1,15 Milliarden Euro) höher, was einen Anstieg von fast 2,7 Prozent darstellt.

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Die Verschuldung von Privathaushalten steigt andauernd seit Februar 2016. Die Tschechen nehmen Kredite vor allem zum Kauf von Wohnungen auf, was mehr als drei Viertel ihrer Ausstände ausmacht.

Die Entwicklung der Schulden von Firmen ist weniger gleichmäßig. Im Januar, März und April dieses Jahres etwa ging die Gesamtsumme nach oben, in den anderen Monaten hingegen nach unten. Den größten Anteil haben dabei Kredite mit langer Laufzeit, die 57 Prozent aller Unternehmensschulden darstellen.

Die Tschechische Nationalbank veröffentlicht ihre Statistiken jeden Monat. Sie setzten sich zusammen aus den Bilanzen der Geldinstitute, zu denen auch Handelsbanken und die tschechische Filialen ausländischer Häuser gehören. Zudem fließen Angaben von Fonds, Kreditgenossenschaften und Sparkassen ein.