Tschechische Saatkartoffeln von VESA immer mehr gefragt

Foto: Barbora Kmentová

Saatkartoffeln aus Tschechien sind immer mehr gefragt. Dafür sorgt insbesondere die Firma VESA, die hierzulande seit 1957 führend in der Kartoffelveredlung ist. Zudem ist sie der größte tschechische Exporteur von Saatkartoffeln.

Foto: Barbora Kmentová
Die von VESA gezüchteten Kartoffeln werden in 20 Länder, vor allem aber nach Deutschland, Polen und in die Slowakei exportiert. In letzter Zeit finden sie jedoch ebenso in Ägypten, Algerien, Jordanien, Marokko und Pakistan einen reißenden Absatz. Für besonders perspektiv hält die Firma indes den türkischen Markt, der hohe Ansprüche an die Qualität der Saatkartoffeln stellt.

Miroslav Sedláček ist Leiter der Handelsabteilung bei VESA. Er schätzt, dass bis zu 40 Prozent der Produktion exportiert werden, Tendenz steigend. In den vergangenen Jahren wurden die Saatkartoffeln von VESA in nahezu alle europäischen Länder ausgeführt. Aber auch die tschechischen Landwirte bekunden immer mehr Interesse an den Saatkartoffeln von VESA wegen ihrer besonders guten Qualität.

Miroslav Sedláček (Foto: Archiv von Miroslav Sedláček)
Ebenso erfolgreich auf dem Markt ist die Firma VESA mit ihren neuen Sorten bei den Industriekartoffeln. Wegen der gestiegenen Nachfrage musste sie die Anbauflächen erweitern. Die Veredelung einer Kartoffelsorte dauert zirka zehn Jahre. Weitere vier, fünf Jahre braucht man, um das neue Produkt dann in größerem Umfang auf den Markt zu bringen.

In Tschechien werden fast 200 Kartoffelsorten angebaut. Laut Sedláček sei das zu viel. Bei dieser Sorten-Vielfalt würden sich nicht einmal alle Kartoffelzüchter gut orientieren können, sagt der VESA-Handelschef.

Die Firma VESA hat ihren Sitz in der Böhmerwaldgemeinde Velhartice und hat dort 35 Beschäftigte. Weitere 40 Mitarbeiter sind in der Filiale der Firma in Česká Bělá unter Vertrag. Dieser Ort liegt in der Mährisch-Böhmischen Höhe (Vysočina).