Umfrage: 37 Prozent der tschechischen Beschäftigten im Homeoffice

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Laut einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Stem/Mark arbeiten derzeit etwas mehr Tschechen von zu Hause als noch beim ersten Lockdown. Dies berichtete das Nachrichtenportal idnes.cz.

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Demnach sind zwölf Prozent der Beschäftigten ausschließlich im Homeoffice und weitere knapp 26 Prozent im Wechsel zwischen den eigenen vier Wänden und dem Büro. Wie die Umfrage zeigt, sind dies vor allem Angestellte mit Hochschulbildung und Bewohner von Großstädten.

Zu dem Trend tragen auch die Arbeitgeber bei. Fast ein Drittel der Befragten sagte, dass ihr Betrieb mittlerweile mehr Beschäftigten als noch im Frühjahr erlaube, im Homeoffice zu arbeiten. Allerdings wird im Vergleich auch häufiger zwischen dem eigenen Haus und dem Büro gewechselt, wie aus den Antworten hervorgeht.

Eva Martinicová (Foto: Archiv des Verbands für Industrie und Verkehr)

Unternehmerverbände bestätigen, dass in vielen Unternehmen hierzulande in den vergangenen Monaten die anfänglichen Vorbehalte gegenüber dem Homeoffice verschwunden sind. „Einige Firmen erwähnen sogar, dass Verwaltungsangestellte effektiver von zu Hause arbeiten würden. Sie erwägen, in Zukunft in größerem Umfang Homeoffice einzusetzen“, so Eva Martinicová vom Verband für Industrie und Verkehr gegenüber idnes.cz.

Eine Dauerlösung scheint die Arbeit von zu Hause laut der Umfrage aber nicht zu sein. Nur ein Viertel jener Befragten, die im Homeoffice sind, sagten, dass sie dies die ganze Woche über machen wollten. Rund 40 Prozent halten hingegen zwei bis drei Tage in der Woche für optimal. Und 16 Prozent lehnen diese Form ab. Am Schwierigsten wird dabei empfunden, dass man sich zu Hause auch noch um die Kinder kümmern und kochen muss. Außerdem fehlt vielen der Kontakt zu den Arbeitskollegen.

Autor: Till Janzer
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