Wirtschaft 2020: Weniger Wachstum in Tschechien

Illustrationfoto: Gerd Altmann, Pixabay / CC0

Die Presseagentur ČTK hat eine Wirtschaftsprognose veröffentlicht, die auf einer Studie des Finanzministeriums und den Schätzungen von Ökonomen beruht.

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Demnach dürfte das Bruttoinlandsprodukt im kommenden Jahr um 2,2 Prozent zulegen, für dieses Jahr liegen die Prognosen bei 2,5 Prozent. „Zugpferd der Konjunktur in Tschechien bleibt weiter die Nachfrage der Haushalte, die trotz der schlechteren Zahlen aus dem Ausland ein solides Wachstum behalten wird“, so Jakub Seidler, Chefökonom der Bank ING. Dadurch dürfte wie in anderen Visegrád-Ländern auch die tschechische Wirtschaft in guter Verfassung bleiben, hieß es.

Petr Dufek, Chefökonom der ČSOB (Tschechische Handelsbank), verweist jedoch auf die Verlangsamung hierzulande. „Die größten Risiken für die weitere Entwicklung sehe ich im Ausland – beginnend bei Handelskriegen und endend mit einer gedrosselten Nachfrage nach Autos“, so der Wirtschaftsanalytiker.

Helena Horská (Foto: ČT24)
Trotz des schwächeren Wachstums dürfte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt aber nicht entspannen, schätzen die Fachleute. „Schwächere Jahrgänge strömen nun auf den Arbeitsmarkt, die die Bedürfnisse der Firmen bei Weitem nicht abdecken dürften“, erläuterte zum Beispiel Helena Horská, Chefökonomin der tschechischen Raiffeisenbank.

Die Schätzungen zur Inflation liegen bei einem Wert zwischen 2,5 und 3,0 Prozent im Jahresschnitt. Beim Wechselkurs der Krone erwartet das Finanzministerium nur geringe Änderungen. Der Durchschnitt dürfte bei 25,40 Kronen je Euro liegen, do die Folgerungen des Ressorts.

Autor: Till Janzer
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