Zigarrenraucher in die Bar!

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Nicht so streng wie in Irland ist das Rauchverbot vorerst in Ungarn. Doch auch dort schreibt das Gesetz vor, im Gastgewerbe Raucher und Nichtraucher zu trennen -wo die Fläche groß genug ist, oder getrennte Säle zur Verfügung stehen. Ein kleines Espresso ist also im Prinzip immer ein Nichtraucherlokal. Dabei sind die Ungarn aber starke Raucher. Etwa zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen greifen zu Zigaretten. Zsuzsa Lohn von Radio Budapest hat mit Dr. Gábor Budai, dem geschäftsführenden Direktor des Budapester Nobelrestaurants Gundel, über seine Erfahrungen mit dem Rauchparagraphen gesprochen.

Wie konnten Sie das Problem der Trennung von Nichtrauchern und Rauchern lösen?

"Man muss die entsprechenden Bedingungen schaffen. Unser technischer Hintergrund erlaubt das, mit starker Air-Condition. Trotzdem gibt es einige Probleme. Zum Beispiel die Zigarrenraucher irritieren die anderen Gäste ein bisschen. Deshalb bitten wir die Zigarrenraucher in die Bar zu kommen, hier ist es vielleicht auch für sie angenehmer, neben einem Cognac. Es gibt aber auch Überlegungen, das Rauchen in öffentlichen Räumen vollkommen zu verbieten. Ich glaube, das ist die Zukunft."

Machen die Gäste von den Möglichkeiten, die Sie hier im Restaurant anbieten, auch Gebrauch?

"Bei der Reservierung fragen wir bereits immer, ob jemand einen Raucher- oder einen Nichtrauchertisch haben möchte. Aber es gibt auch Veranstaltungen bei uns, wo die Gäste ein völliges Rauchverbot fordern. Manchmal dürfen wir auch die Aschenbecher erst zum Kaffee auf den Tisch stellen."

Sie haben erwähnt, dass Sie die Zigarrenraucher bitten, in die Bar zu gehen. Hat Ihnen das noch keiner von den Gästen übel genommen?

"Doch. Aber wir haben sagen dann, dass sie eben auf die anderen Gäste Rücksicht nehmen müssen. Das waren insgesamt nur einige winzige Probleme."