EU-Kommission bewilligte Tschechien Unterstützung für Kleinbetriebe

Foto: Convegni_Ancisa, Pixabay / CC0

Die Europäische Kommission hat der Tschechischen Republik eine staatliche Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen bewilligt, die medizinisches Material und Schutzmittel zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie herstellen. Der Gesamtbetrag der staatlichen Subvention darf bis zu einer Milliarde Kronen (37 Millionen Euro) betragen, gab die Kommission am Mittwoch in einem Pressebericht bekannt. Tschechien will den Firmen in der ersten Phase des Subventionsprogramms 300 Millionen Kronen (11 Millionen Euro) zur Verfügung stellen.

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Die Unterstützung im Rahmen eines Programms des Ministeriums für Industrie und Handel soll den Unternehmen bis zur Hälfte der Produktionskosten durch direkte Zuschüsse finanzieren.

„Die Beschleunigung der Herstellung von Produkten, die für die Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus wichtig sind, einschließlich Arzneimitteln, medizinischen Equipments und Schutzmitteln, ist für den Ausweg aus der gegenwärtigen Gesundheitskrise von entscheidender Bedeutung", kommentierte die Exekutive Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Margrethe Vestager, die Unterstützung. Sie ist verantwortlich für die Digitalisierung und die Überwachung der Wettbewerbsbedingungen.

Die Kommission lockerte Mitte März die Vorschriften für staatliche Beihilfen im Rahmen einer Reihe von Coronavirus-Maßnahmen, um den Gesundheitssektor und die am stärksten von der Krise betroffenen Unternehmen zu finanzieren. Seitdem können Staaten dem Privatsektor auf eine Weise finanziell helfen, die normalerweise nicht erlaubt ist. Brüssel hat bereits über 60 Anträge aus den meisten Mitgliedstaaten genehmigt.