Im Briefkasten: Reisen, Essen, Sendeschema

Foto: Jan Ptáček, Archiv des Tschechischen Rundfunks

Erneut ist ein Monat vergangen. Sie wissen Bescheid: Es ist wieder Zeit für unser Hörerforum.

Der November hat begonnen und wir melden uns mit einem neuen Hörerforum sowie einer neuen Quiz-Frage.

Der 11. November wird als der Martinstag begangen. An diesem Tag trinkt man häufig Jungwein und isst Martinsgans. Zu diesem Anlass gibt es auch eine Bauernregel. Sie besagt, dass der Heilige Martin auf einem weißen Pferd geritten kommt. Was ist damit gemeint?

Schicken Sie uns Ihre Antwort an [email protected].

Im Oktober wollten wir wissen, wie das geheime US-amerikanische Programm zur Entwicklung einer Atombombe hieß, an dem auch der aus Brno / Brünn stammende Physiker Georg Placzek mitwirkte. Die richtige Antwort lautet „Projekt Manhattan“.

Unter anderem hat Udo Schniggendiller aus Deutschland korrekt geantwortet und wird von uns mit einem Sachpreis belohnt.


Und nun zu Ihren Briefen und Zuschriften, liebe Hörerinnen und Hörer.

Die Wahlen zum Abgeordnetenhaus waren das wichtigste innenpolitische Ereignis im Oktober in Tschechien. Unsere Beiträge dazu gehörten zu den meistgelesenen auf unserer Website. Lutz Winkler aus Schmitten im Taunus schreibt dazu:

„Sehr interessant fand ich die Berichterstattung von den Wahlen und die Wahlanalysen. Das Ergebnis sehe ich zwar kritisch, aber es entspricht dem Willen des Volkes.“

Aufgefallen sei ihm die Reihe „Jubiläum der Woche“, fährt er fort:

„Und zwar besonders jene Ausgabe über die beiden Marionettenfiguren Spejbl und Hurvínek. Die beiden Figuren waren prägend für mich. Faszinierend war, dass das Marionettentheater eigentlich von dem Spiel der Figuren lebt. Trotzdem sind Schallplatten und Kassetten mit den Dialogen der beiden Figuren produziert und gekauft worden. Ich glaube, so ein Geschäftsmodell würde heute nicht mehr funktionieren. Vielen Dank für den Beitrag.“

Ein Hauch von Abenteuer

Martina Pohl aus Überlingen schrieb uns im Oktober:

„Ansprechend fand ich den Beitrag über die Höhlen und Schluchten des Mährischen Karstes. Ich denke, dass die Macocha-Schlucht, die Katharinenhöhle, sowie die Punkva-Höhlen sehr gute Chancen haben, in die Liste als gemischtes Unesco-Kultur- und Naturerbe aufgenommen zu werden. Diese außergewöhnlichen unterirdischen Naturwunder haben ihren besonderen Reiz. Im Allgemeinen lassen einem Besuche in Höhlen einen Hauch von Abenteuer spüren.“

Unsere Hörerin ergänzte den Bericht um weitere Informationen über die Gegend und Geschichten, die wir nicht erzählt haben. Vielen Dank, Frau Pohl:

„Der Sage nach wurde die Katharinenhöhle von einer Schmugglerin mit Namen Kateřina entdeckt, als diese nach einem Schaf suchte, das verloren gegangen war. Nach offiziellen Angaben war es aber der Besitzer eines in der Nähe befindlichen Hotels, der Anfang des 20. Jahrhunderts den Eingang freilegte. Über die Punkva-Schlucht wird berichtet, dass der Mönch Lazarus Schopper aus dem Brünner Minoritenkloster im Jahre 1723 als Erster aus Abenteuerlust es wagte, in die Tiefe hinabzusteigen. Er hielt dies aber erst einmal geheim. Erst nach seinem Ableben 1772 veröffentlichte einer seiner Schüler die Entdeckungen des Mönches.“

Die Punkva Höhlen | Foto: Höhlenverwaltung der Tschechischen Republik

Dieter Feltes aus Pyrbaum dankt für die aktuellen Sendungen über die Tschechische Republik.

„Nachdem ich Eisenbahnfan seit meiner Jugend bin, hat mich Ihr Beitrag über die Tram-Train interessiert. Dass solche Bahnen auch bei uns im Einsatz sind, war mir nicht bekannt. Ich habe mir das Video im Internet von Radio Prag International angesehen. Ein interessanter Bericht, und auch der Zug gefällt mir. Vielleicht kann man durch eine solche Zugverbindung mehr Leute überreden, sich mit diesen Zügen auseinanderzusetzen. Fragt sich, wie die Fahrpreise sind. Ob sie gleich sind bei städtischen Verbindungen und im regionalen Eisenbahnverkehr.“

Tram-Train

Auch Walter Tattermusch aus Stuttgart hat uns eine Rückmeldung zum Bericht gegeben über eine mögliche Einführung eines Verkehrsmittels, das Zug und Straßenbahn zugleich ist:

„So ein Verkehrsmittel gibt es – wie Sie auch berichten – seit Jahren im Landkreis Karlsruhe, und es war sicher gut, dass die Vertreter aus dem Mittelböhmischen Kreis dort hingefahren sind, um sich die Sache anzusehen. Aus der Stadtmitte heraus fährt die S-Bahn sowohl auf Straßenbahngleisen in der Stadt als auch auf Eisenbahngleisen Richtung Süden in den Schwarzwald und in den Norden bis Heilbronn. Die Benutzer können die Fahrt sowohl mit den Straßenbahnfahrkarten als auch mit den Tickets der Deutschen Bahn absolvieren. Ich bin auch schon einige Male mit dieser Bahn gefahren – es war einfach bequem, nicht umsteigen zu müssen.“

Er wünsche dem Mittelböhmischen Kreis viel Erfolg bei seinen Planungen, fügt Herr Tattermusch hinzu.

Wieder einmal habe ihn ein Beitrag erwischt – im besten Sinne, schreibt Michael Lindner aus Gera. Auch sein Brief betrifft ein Thema aus dem Verkehr:

Historische Straßenbahn 42 | Foto: Juan Pablo Bertazza,  Radio Prague International

„Mein Herz schlug schneller, als ich den Bericht über ‚150 Jahre öffentlichen Stadtverkehr in Prag‘ hörte. Gefeiert wurde das Ganze mit einer waschechten Straßenbahnparade – und das gleich mit 40 historischen Fahrzeugen, die bimmelnd durch die Goldene Stadt rollten. Einfach spektakulär, vor allem die Pferdebahn! Ich muss zugeben: Da wäre ich zu gerne live dabei gewesen. Oder noch besser: an Bord einer der nostalgischen Bahnen, mit einem Hauch von Ölgeruch in der Nase und Kopfkino im Retro-Modus. Die Kombination aus historischen Straßenbahnen und der Kulisse von Alt-Prag ist einfach unschlagbar – eine rollende Zeitreise auf Schienen, die sicher bei allen Zuschauern bleibende Eindrücke hinterlassen hat. Solche Berichte machen Lust auf mehr – und auf eine baldige Reise nach Prag, idealerweise mit einem Fahrschein in die Vergangenheit!“

Einen Fahrschein in die Vergangenheit können wir nicht versprechen, in Prag beziehungsweise bei uns im Sender sind Sie aber jederzeit herzlich willkommen, Herr Lindner.

Foto: Kristýna Maková,  Radio Prague International

Deutsche Sendung alle zwei Stunden

Nach längerer Zeit ist auch eine Zuschrift von Falk Wehner aus Oßling bei uns angekommen:

„Seit Dezember 1976 höre ich bereits eure Sendungen, in der letzten Zeit arbeitsbedingt leider sehr unregelmäßig. Doch da ich jetzt wieder mehr Zeit habe, werde ich mich meinem Hobby wohl wieder mehr widmen. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn ich ein aktuelles Sendeschema der deutschen Sendungen im Internet und auf Sat erhalten könnte.“

Foto: Radio Prague International

Wir arbeiten gerade an der Aktualisierung der Informationen über den Empfang der deutschen Sendungen auf unserer Website. Die Erstausstrahlung der neuen Sendung in deutscher Sprache erfolgt täglich um 14.30 Uhr Ortszeit, die Sendung wird dann alle zwei Stunden wiederholt. Die Abfolge der einzelnen Sprachen ist Spanisch, Deutsch, Französisch und Englisch. Am Sonntag kommen noch jeweils eine halbstündige russische und ukrainische Sendung dazu, und zwar in der Reihenfolge Spanisch – Deutsch – Ukrainisch – Französisch – Englisch – Russisch, so dass die deutsche Sendung alle drei Stunden an der Reihe ist.

Die Live-Sendung kann über das Online-Portal des Tschechischen Rundfunks https://www.mujrozhlas.cz/zive/radio-prague-int beziehungsweise über einen Satelliten-Empfänger gehört werden.

Die aktuelle Sendung auf Deutsch findet man nach der Erstausstrahlung um 14.30 Uhr auch auf unserer Homepage und später im Archiv der Sendungen zum Hören und Herunterladen. Zudem erscheint sie von Montag bis Samstag unter dem Namen „Tschechien in 30 Minuten“ in allen gängigen Podcast-Apps.

Soweit also zum Empfang der Sendungen von Radio Prag International.

Manfred Österreicher aus Rastenfeld schreibt uns, er lese gerne die Seite von Radio Prag International und nennt sie bereichernd, informativ und manchmal auch lustig.

„Ich lebe in Österreich, meine väterlichen Vorfahren stammen aus Slavonice, diese sind etwa 1630 aus Glaubensgründen zum Teil ins Waldviertel und auch nach Dresden ausgewandert. Ein Vorfahre erlangte durch seine Bauten und den Umbau des Schlosses Telč eine gewisse Bekanntheit.“

Niedergang der Gastronomie

Er sei jede Woche in Tschechien, denn seine Freundin stamme aus der unmittelbaren Umgebung von Telč, berichtet Herr Österreicher. Dann hat er noch eine sehr kritische Beobachtung parat:

„Wir gingen bis jetzt sehr oft in der Nähe und in Telč essen. Was mich aber wundert, ist der ‚Niedergang‘ der dortigen Gastronomie, welchen ich seit den 1990er Jahren selbst verfolgen konnte. Die vielen tollen Rezepte, welche auf ihrer Seite vorgestellt werden, sind dort ‚Wunschdenken‘. Manchmal wirklich kleinste Fleischportionen und ‚zu Tode aufgewärmt‘, so dass wir für uns beschlossen haben, dass wir nicht mehr in die Gasthäuser und Restaurants gehen, sondern zuhause kochen.“

Der Leser nennt konkrete Beispiele von Gaststätten, in denen er schlechte Erfahrungen gemacht hat, und fügt hinzu:

„Die guten böhmischen Köchinnen, von denen bei uns immer geredet wird, sind vermutlich schon lange ausgestorben.“

Was meinen Sie, liebe Hörerinnen und Hörer? Welche Erfahrung haben Sie bei Ihren Besuchen in Tschechien mit dem Essen gemacht? Wir würden uns freuen, wenn Sie uns darüber schreiben.

Illustrationsfoto: effortlessly,  Pixabay,  Pixabay License

Und das war’s für heute. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften unter: Radio Prag International, deutschsprachige Redaktion, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik oder per E-Mail unter: [email protected].

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