• 23.05.2005

    In den Wohnungsbau werden in der Tschechischen Republik jährlich etwa 140 Mrd. Kronen, rund 4,7 Mrd. Euro, investiert. Davon fließen etwa 60 Mrd. Kronen in Neubauten, 10 Mrd. Kronen in Modernisierungen und 70 Mrd. Kronen in die Unterhaltung von Häuser und Wohnungen. Dies gab am Montag das Tschechische Statistikamt (CSU) bekannt. Im vergangenen Jahr entstanden in Tschechien 32 000 neue Wohnungen, das ist der höchste Zuwachs seit 1992.

  • 23.05.2005

    Nach der erfolgreichen Koproduktion in der Inszenierung der Wagnerschen Operntetralogie "Der Ring der Nibelungen" wollen das Tschechische Nationaltheater und die Deutsche Oper am Rhein mit Sitz in Düsseldorf und Duisburg ihre Zusammenarbeit weiter fortsetzen. Im Juli wird das Orchester des Nationaltheaters mit Mozarts "Don Giovanni" am Rhein gastieren; weitere Projekte sind bereits in Planung. Der Nibelungen-Zyklus war seit April unter großem Publikumsinteresse erstmals vollständig in Prag aufgeführt worden. Beide Seiten lobten die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit.

  • 23.05.2005

    Im Flussbett der Malse / Maltsch in Ceske Budejovice / Budweis wurden am Montag bei Reinigungsarbeiten fünf Steinfragmente gefunden, die offensichtlich zu einem gotischen Stadttor aus dem 14. Jahrhundert gehören. Archäologen des Nationalen Denkmalamtes ordnen die Steine dem so genannten Rosenberger oder Krummauer Tor zu, das 1844 niedergerissen wurde. Die Fragmente erlauben erstmals eine teilweise Rekonstruktion des Eingangsbogens des Tores, dessen Aussehen bislang nicht genau bekannt ist.

  • 23.05.2005

    Mit einer Lesung aus dem Sammelband "Romano Suno" ("Roma-Traum") und einem Gypsy-Jazz-Konzert begann am Montagabend in Prag der siebte Jahrgang des Roma-Festivals "Khamoro". Bis zum 28. Mai präsentieren Künstler aus 18 Ländern der Öffentlichkeit Filme, Musik und Ausstellungen. Thematischer Schwerpunkt des diesjährigen Festivals ist die Situation der Roma in Ungarn.

  • 22.05.2005

    Der tschechische Ministerpräsident Jiri Paroubek trifft am Montag in London mit dem britischen Premier Tony Blair zusammen. Beide Regierungschefs wollen über die Verabschiedung des europäischen Verfassungsvertrags, die Eu-Erweiterung und die Vorbereitung des nächsten EU-Gipfels im Juni sprechen. Großbritannien wird in der zweiten Jahreshälfte den EU-Vorsitz übernehmen. Weiter trifft Paroubek in London mit dem Präsidenten der unteren Parlamentskammer Großbritanniens, Geoffre Hoon zusammen und wohnt in der tschechischen Botschaft der Auszeichnung tschechoslowakischer Kriegsveteranen anlässlich des Endes des Zweiten Weltkrieges vor 60 Jahren bei.

  • 22.05.2005

    Der Euro wird in Tschechien vor dem Jahr 2010 nicht als Zahlungsmittel eingesetzt werden. Zu diesem Ergebnis kam die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) am Sonntag auf ihrer Jahressitzung in Belgrad. Diese Einschätzung deckt sich mit den Plänen des tschechischen Finanzministers, der als frühesten Termin für die Einführung des Euros ebenfalls das Jahr 2010 ins Augef fasst. Auch Polen, Ungarn und die Slowakei können der Europäischen Bank für Wiederaufbau zufolge erst nach 2010 mit der Einführung des Euro rechnen. In den Baltischen Ländern und Slowenien hingegen könne der Euro bereits in zwei bis drei Jahren als Währung gelten.

  • 22.05.2005

    Eine Reihe ehemaliger tschechischer Dissidenten hat die jüngsten Äußerungen von Präsident Vaclav Klaus über den gefährlichen Einfluss von Nichtregierungsorganisationen auf das öffentliche Leben kritisiert. Eine derartige Kritik stehe dem Präsidenten nicht zu und stelle einen Angriff auf grundlegende demokratische Prinzipien dar, heißt es in einem Brief an den tschechischen Präsidenten, den zwölf frühere Dissidenten unterzeichnet haben. Präsident Klaus hatte vergangene Woche auf der Tagung des Europarats in Warschau die Auffassung geäußert, dass der Europarat gegen den Druck unterschiedlicher Nichtregierungsorganisationen ankämpfen müsse. Diese Organisationen hätten kein demokratisches Mandat und stellten ein sehr gefährliches Phänomen dar, so Klaus.

  • 22.05.2005

    Die evangelische Böhmische Brüderkirche plädiert dafür, dass sich die Tschechische Republik an der Entschädigung derjenigen Deutschen beteiligt, die sich während des Zweiten Weltkriegs als tschechoslowakische Staatsbürger gegen den Nationalsozialismus eingesetzt haben. Die Brüderkirche will sich mit diesem Anliegen an die tschechische Regierung und das Parlament wenden. Dies geht aus einer Erklärung der tschechischen Evangeliken vom Sonntag hervor.

  • 22.05.2005

    Das erste Referendum in Tschechien, bei dem die Bürger über den Umgang mit Gemeinbesitz entscheiden konnten, ist wegen einer zu geringen Beteiligung ungültig. Nur 29% der wahlberechtigten Einwohner von Cesky Tesin/Teschen seien am Samstag zu den Urnen gegangen, informierte der Bürgermeister der Stadt, Jind"ich Sznapka. Gültig wäre die Abstimmung bei einer Wahlbeteiligung von mindestens 50% gewesen. Das Referendum kam auf Initiative von Bürgern zustande, die sich gegen den Verkauf lukrativer städtischer Wohnungen an Dritte ausgesprochen und einen bevorzugten Verkauf an die gegenwärtigen Mieter gefordert hatten. Diese Forderung wurde von fast allen Teilnehmern an der Abstimmung unterstützt.

  • 22.05.2005

    Immer mehr Tschechen nehmen Kredite bei Bausparkassen auf. In den ersten vier Monaten dieses Jahres vergaben die sechs Bausparkassen des Landes Kredite in Höhe von mehr als 11 Milliarden Kronen, das sind etwa 366 Millionen Euro, rund 17 Millionen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das geht aus einer am Sonntag von der Nachrichtenagentur CTK veröffentlichten Statistik der tschechischen Bausparkassen hervor.

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