• 03.02.2007

    Knapp zwei Wochen nach seinem schweren Sturz hat der tschechische Skispringer Jan Mazoch erstmals mit Medien gesprochen. "Es geht mir gut, aber ich muss noch einige Zeit im Krankenhaus bleiben", sagte der 21-Jährige am Freitagabend mit fester Stimme in einem Telefoninterview für den privaten Fernsehsender "TV Nova". Allerdings könne er sich an den Sturz am 20. Januar beim Weltcup-Springen im polnischen Zakopane überhaupt nicht erinnern. Er habe sich darüber von anderen Menschen erzählen lassen müssen, sagte Mazoch weiter. Zu einem möglichen Comeback äußerte sich der Sportler zudem gegenüber der Tageszeitung "Mlada fronta Dnes". In dem am Samstag veröffentlichten Interview sagte Mazoch, er denke bereits jetzt wieder ans Skispringen.

    Autor: Till Janzer
  • 03.02.2007

    Der tschechische Biathlet Michal Slesingr ist am Samstag überraschend Zweiter im Sprintwettbewerb bei der Weltmeisterschaft im italienischen Anterselva geworden. Er sowie Sieger Ole Einar Björndalen aus Norwegen kamen in dem WM-Auftaktrennen über zehn Kilometer am besten mit dem sich drehenden Wind am Schießstand zurecht. Beide schossen fehlerfrei, beim Laufen war Slesingr allerdings 4,8 Sekunden langsamer als Björndalen. Der zweite Platz ist der größte Erfolg des Tschechen in seiner bisherigen Karriere. Er errang ihn an seinem 24. Geburtstag.

    Autor: Till Janzer
  • 03.02.2007

    Gegen eine äußerst starke Konkurrenz hat sich die tschechische Eisschnellläuferin Martina Sablikova durchgesetzt und am Samstag das erste Weltcup-Rennen ihrer Karriere gewonnen. Im Wettbewerb über drei Kilometer auf der Olympiabahn in Turin siegte sie in 4:03,88 Minuten vor der niederländischen Olympiasiegerin Ireene Wüst als Zweite und der Kanadierin Cindy Klassen als Dritte. Chancenlos war auch die mehrfache Olympiasiegerin Claudia Pechstein aus Deutschland. Sablikova hat mit ihrem Sieg nun die Führung im Weltcup-Gesamtklassement auf der Langstrecke übernommen. Die 19-jährige Tschechin errang erst Mitte Januar den EM-Titel im Mehrkampf.

    Autor: Till Janzer
  • 02.02.2007

    Der tschechische Umweltminister Martin Bursik erwägt die Einführung einer Steuer auf Kohlendioxid (CO2), das als Klimakiller gilt. Die CO2-Steuer könnte ab 2010 ein Teil der geplanten ökologischen Steuerreform in Tschechien werden. Bursik, der den Grünen angehört, nannte als wichtiges Argument für seinen Vorstoß den Klima-Bericht der Vereinten Nationen (UN), der am Freitag veröffentlicht wurde. In diesem wird vor deutlichen Änderungen des Weltklimas gewarnt. So könnte sich bis zum Ende des Jahrhunderts die Temperatur auf der Erde um bis zu 6,4 Grad erhöhen und der Meeresspiegel um mehr als einen halben Meter ansteigen. Als weitere Maßnahme plant Bursik in den kommenden sieben Jahren mit Hilfe von EU-Geldern die Kohleöfen in den Haushalten durch klimaschonendere Heizsysteme zu ersetzen.

    Autor: Till Janzer
  • 02.02.2007

    Die Sozialdemokratische Partei (CSSD) lehnt mit großer Wahrscheinlichkeit die Errichtung der geplanten US-Radaranlage in Tschechien ab. Stattdessen setzen sich die Sozialdemokraten dafür ein, dass ein Referendum über das amerikanische Militärprojekt durchgeführt wird. Dies sagte ihr Vorsitzender Jiri Paroubek am Freitag auf einer Pressekonferenz im Abgeordnetenhaus. Paroubeks Aussage nach hatte sich am Morgen die Parteiführung für eine Ablehnung der Radaranlage entschlossen. Die Diskussion wird innerhalb der Sozialdemokratischen Partei aber in den nächsten Tagen weiter fortgesetzt. Bisher haben sich 70 Prozent der Parteimitglieder gegen die Errichtung der Anlage ausgesprochen.

    Autor: Till Janzer
  • 02.02.2007

    Die beiden ursprünglich sozialdemokratischen Abgeordneten Milos Melcak und Michal Pohanka ziehen auf die Regierungsbänke um. Beide hatten der Regierung bei der Vertrauensabstimmung vor zwei Wochen zu einer knappen Mehrheit verholfen. Melcak bleibt weiterhin Mitglied der oppositionellen Sozialdemokratischen Partei, Michal Pohanka ist aus dieser hingegen ausgetreten. Der Vorschlag zum Stuhlrücken im Abgeordnetenhaus war von der Demokratischen Bürgerpartei gekommen.

    Autor: Till Janzer
  • 02.02.2007

    Der tschechische Premier Mirek Topolanek hat mit einer ungebührlichen Geste am Freitag für einen Tumult im tschechischen Abgeordnetenhaus gesorgt. Vertreter der Opposition hatten während einer Debatte kritisiert, dass nur wenige Mitglieder des Kabinetts anwesend seien. Daraufhin zeigte der Regierungschef den Abgeordneten als Antwort den ausgestreckten Mittelfinger. Nach wütenden Protesten entschuldigte sich Topolanek am Rednerpult offiziell für das vulgäre Handzeichen. Der Bürgerdemokrat hatte bereits vor wenigen Wochen für Negativschlagzeilen gesorgt, als er während einer Aussprache den anwesenden Fotografen die Zunge herausstreckte und eine Grimasse zog.

    Autor: Till Janzer
  • 02.02.2007

    Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CVVM sind immer weniger Menschen in Tschechien zufrieden mit der politischen Lage in ihrem Land. So äußerten sich 65 Prozent der Befragten kritisch, im Mai vergangenen Jahres waren es nur 45 Prozent gewesen. Auf der anderen Seite sagen derzeit nur sieben Prozent der Tschechen, sie seien mit der politischen Lage zufrieden. Im Mai 2006 stimmten dieser Aussage noch 16 bis 17 Prozent zu. Als Hintergrund für die Unzufriedenheit nennen die Meinungsforscher die Wahlen vom Juni vergangenen Jahres, die in einer sieben Monate dauernden politischen Krise endeten.

    Autor: Till Janzer
  • 02.02.2007

    Die Einführung einer Lkw-Maut zu Beginn dieses Jahres hat bisher noch zu keiner Entlastung der Straßen in Tschechien geführt. Das teilte der Sprecher der Straßen- und Autobahndirektion, Jan Horeni, mit. Gerade die Entlastung der Straßen war ein wichtiger Grund für die Einführung der Maut gewesen. Laut Horeni ist das anhaltend hohe Verkehrsaufkommen auf die boomende Wirtschaft in Tschechien zurückzuführen. Die Straßen- und Autobahndirektion hatte die Verkehrsdichte auf den tschechischen Straßen im Januar dieses Jahres und im selben Monat im vergangenen Jahr verglichen.

    Autor: Till Janzer
  • 02.02.2007

    Der Polizist, der Fotografien verkauft haben soll, auf denen die Leiche des Komponisten Karel Svoboda zu sehen ist, hat am Freitag seine Tat gestanden. Die Fotografien sind Ermittlungsfotos vom Tatort, die aufgenommen wurden, nachdem sich der Komponist am Sonntag mit einer Pistole selbst erschossen hatte. Bei dem geständigen Polizisten handelt sich um einen 22-jährigen Mann, der seit zwei Jahren bei der Polizei im mittelböhmischen Ort Kostelec dient. Er dürfte laut der Nachrichtenagentur CTK noch heute aus dem Polizeidienst entlassen werden. Die Inspektion des Innenministeriums hat zudem heute der Staatsanwaltschaft empfohlen, den Polizisten wegen des Verdachts auf Missbrauch seiner Amtsstellung anzuklagen. Ihm drohen ein halbes bis drei Jahre Haft oder ein Arbeitsverbot bei der Polizei.

    Autor: Till Janzer

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