• 17.12.2006

    Am Wochenende haben erstmals Skifahrer die Hänge der höchsten tschechischen Berge, des Riesengebirges, bevölkert. Dabei konnte die Skisaison einzig aufgrund künstlicher Beschneiung gestartet werden, der natürliche Schnee reichte dazu noch nicht aus. Die Lifte liefen auch noch nicht überall. So standen sie im größten Riesengebirgsskiort, in Spindlermühle, still, während in Janske Lazne die Skifahrer bereits hinabschwingen konnten. Die Liftbetreiber rechnen aber damit, dass am kommenden Wochenende die Skisaison dann richtig losgeht.

    Autor: Till Janzer
  • 17.12.2006

    Das erste Mal seit rund 20 Jahren hat eine Langlaufstaffel der Frauen mit tschechischer Beteiligung erneut einen Platz auf dem Siegerpodest erkämpft. Beim Weltcuprennen im französischen La Clusaz über 4x5 Kilometer belegte das tschechische Quartett um Schlussläuferin Katerina Neumannova am Sonntag den dritten Platz. Die Tschechinnen kamen mit knapp 15 Sekunden Rückstand auf die siegreichen Deutschen ins Ziel. Das letzte Mal hatten die Langläuferinnen des Landes 1985, also noch zu tschechoslowakischen Zeiten, in der Staffel einen Platz auf dem Siegerpodest erkämpft.

    Autor: Till Janzer
  • 16.12.2006

    Die Sozialdemokraten wollen die geplante Regierung aus Bürgerdemokraten, Christdemokraten und Grünen nicht unterstützen. Dies hat der Vorsitzende der Sozialdemokraten, Jiri Paroubek, am Samstag nach der Sitzung des Parteirats verkündet. Die Entscheidung des Rats sei eindeutig gewesen, sagte Paroubek weiter. Zudem hat das Führungsgremium die beiden Abgeordneten Milos Melcak und Michal Pohanka, die aus der sozialdemokratischen Fraktion ausgetreten waren, zur Rückkehr aufgerufen. Vor allem von Melcak wird vermutet, dass er die geplante Dreierkoalition unter Führung der Bürgerdemokraten unterstützen könnte. Die drei Parteien, die über eine neue Regierung verhandeln, haben keine Mehrheit im tschechischen Abgeordnetenhaus. Ihnen fehlt dazu eine Stimme.

    Autor: Till Janzer
  • 16.12.2006

    Die Grünen werden sich den Regierungsgesprächen von Bürgerdemokraten und Christdemokraten anschließen. Dies entschied der Parteirat der Grünen am Samstag. Vor etwas mehr als einer Woche hatten sich die Grünen von den Koalitionsgesprächen zurückgezogen. Zu dem Zeitpunkt waren allerdings noch die Sozialdemokraten an den Gesprächen beteiligt, mit denen die Grünen wegen der Frage nach dem Ausbau der Atomenergie in Streit geraten waren.

    Autor: Till Janzer
  • 16.12.2006

    Auch der landesweite Ausschuss der Christdemokraten hat sich heute für weitere Gespräche mit den Bürgerdemokraten und den Grünen über die Bildung einer neuen Regierung ausgesprochen. Gestern hatte bereits der Parteirat die Fortsetzung der Regierungsverhandlungen empfohlen. Von der entstehenden Regierung verlangt der christdemokratische Landesausschuss allerdings, dass sie ein Reformpaket vorbereitet. Dies sagte der Vorsitzende der Christdemokraten, Jiri Cunek.

    Autor: Till Janzer
  • 16.12.2006

    Neben der Frage der Regierungsgespräche hat sich der Parteirat der Grünen auch mit der Umsiedlung von Roma beschäftigt, die der Chef der Christdemokraten, Jiri Cunek, in seiner Rolle als Bürgermeister der Stadt Vsetin initiiert hat. Wie der Vorsitzende der Grünen, Martin Bursik, auf einer Pressekonferenz sagte, sei das Vorgehen von Cunek nicht akzeptabel gewesen. Zugleich sehen die Grünen aber kein Problem, falls Cunek zum Kabinett einer zukünftigen gemeinsamen Regierung gehören würde. Jiri Cunek hatte im Oktober mehrere Romafamilien, die Mietschulden gegenüber der Stadt Vsetin haben, in teils 200 Kilometer entfernte Orte umsiedeln lassen.

    Autor: Till Janzer
  • 16.12.2006

    In sechs tschechischen Städten und Dörfern haben am Samstag Nachwahlen zu den Gemeinderäten stattgefunden. Insgesamt 93.000 Wahlberechtigte waren dabei aufgerufen, ein zweites Mal an die Wahlurnen zu gehen. Erst im Lauf des Sonntags werden die offiziellen Ergebnisse bekannt gegeben. Der erneute Urnengang war notwendig geworden, nachdem Wahlbeobachter Zweifel am korrekten Verlauf der Kommunalwahlen im Oktober dieses Jahres in den sechs Gemeinden geäußert hatten. Der skurrilste Fall hatte sich dabei in der nordmährischen Stadt Havirov ereignet. Dort hatten die Sozialdemokraten auf ihrer Wahlliste einen Kandidaten aufgeführt, der kurz zuvor erschossen worden war.

    Autor: Till Janzer
  • 16.12.2006

    In Prag hat eine umstrittene Konferenz über den Irak begonnen. An der Veranstaltung, die noch bis Sonntagabend dauert, nehmen Amerika-kritische Wissenschaftler und Journalisten aus dem Irak sowie tschechische linksgerichtete Politiker und Experten für den Nahen Osten teil. Ursprünglich sollte die Konferenz, deren Schirmherrschaft der Sozialdemokrat Lubomir Zaoralek übernommen hat, im tschechischen Abgeordnetenhaus stattfinden. Auf Druck der konservativen demokratischen Bürgerpartei wurde sie aber aus den Parlamentsräumen verbannt.

    Autor: Till Janzer
  • 16.12.2006

    Bei der Untersuchung gefährlicher Chemikalien auf dem Gelände einer ehemaligen Schweinezuchtfarm in Mittelböhmen haben Fachleute erhöhte Radioaktivität festgestellt. Die Konzentration der radioaktiven Strahlung ist aber nicht alarmierend hoch und bedeutet keine unmittelbare Bedrohung für die Menschen, die in der Umgebung leben. Dies sagte die Leiterin des Staatsamtes für atomare Sicherheit, Dana Drabova, nachdem ihre Mitarbeiter am Samstag Messungen vor Ort vorgenommen haben. Genauere Untersuchungen der dort lagernden Stoffe, so Drabova, würden aber erst in den nächsten Tagen gemacht. Insgesamt sollen rund 100 Tonen Chemikalien auf dem Gelände des ehemaligen Landwirtschaftsbetriebs lagern.

    Autor: Till Janzer
  • 16.12.2006

    Drei Tschechen sind am Samstag in den Ötztaler Alpen von einer Lawine verschüttet worden. Einer von ihnen wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus in Österreich gebracht, nachdem ein Rettungsteam das Trio geborgen hatte. Dies sagte der tschechische Honorar-Konsul in Innsbruck, Lukas Bodner. Das Unglück ereignete sich im Gletschergebiet des Gurgler Ferner. Es soll angeblich nicht auf ein Fehlverhalten der drei Tschechen zurückzuführen sein.

    Autor: Till Janzer

Pages