Venuše100: Hundert Jahre seit dem Fund der Venus von Věstonice
Vor 100 Jahren wurde die sogenannte Venus von Věstonice entdeckt. Das Mährische Landesmuseum in Brno / Brünn hat am Mittwoch das Programm der Feierlichkeiten mit dem Namen „Venuše100“ veröffentlicht.
Die Figur gehört zu den weltweit ältesten Kunstgegenständen ihrer Art. Sie nennt sich Venus von Věstonice und wurde vor 27.000 bis 29.000 Jahren aus Ton modelliert. Gefunden wurde die Statuette am 13. Juli 1925 vom Archäologen Karel Absolon in Dolní Věstonice in Südmähren. Anlässlich des 100. Jahrestags dieses Fundes bereitet das Mährische Landesmuseum in Brünn in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen eine Reihe von Veranstaltungen unter dem Titel „Venuše100“ vor.
Die Originalstatue der Venus von Věstonice spielt die Hauptrolle bei den Feiern. Sie wird von Juni bis September in einer Ausstellung im Dietrichstein-Palast am Zelný trh in Brünn zu sehen sein. „Normalerweise stellen wir die Venus aus Angst vor Beschädigung in einer Schachtel aus, so dass die Leute sie nur von vorne sehen. Diesmal wird sie jedoch in einer Vitrine auf einem drehbaren Ständer in aufrechter Position ausgestellt. Die Menschen haben so die einmalige Gelegenheit, sie von allen Seiten zu betrachten und einige Details zu bemerken, wie den Fingerabdruck eines Kindes oberhalb der linken Pobacke“, sagte Petr Neruda, Kurator der Ausstellung und Leiter des Anthropos-Instituts. In einer weiteren Vitrine ergänzen Fragmente der „Schwestern“ der Venus von Věstonice die Ausstellung, das heißt Statuetten, von denen nur Teile erhalten geblieben sind.
Im Zusammenhang mit dem Jahrestag wird Ende April im Archäopark Pavlov die Ausstellung „Das zweite Leben der Venus“ eröffnet, die der Darstellung der Venus in Literatur, Film, Musik und Kunst gewidmet ist. In Brünn wird eine Gedenktafel für Karel Absolon enthüllt, und in Plzeň / Pilsen wiederum eine internationale Fachkonferenz ausgetragen. Für Grundschulen wurde ein Kunstwettbewerb ausgeschrieben, bei dem es um die schönste Darstellung der Venus von Věstonice geht.
Das gesamte Programm des Projekts „Venuše100“ ist unter https://www.venuse100.cz/ zu finden.







