Direktinvestitionen in Tschechien kommen am häufigsten aus Luxemburg und Deutschland
Die Beratungsfirma Dun & Bradstreet hat aktuelle Daten zu den größten ausländischen Eigentümern in Tschechien veröffentlicht.
Die größten ausländischen Inhaber tschechischer Firmen sind demnach Unternehmen und Einzelpersonen aus Luxemburg, Deutschland und den Niederlanden. Diese Länder dominieren seit langem die Statistik der ausländischen Direktinvestitionen in den Kapitalstock von Unternehmen hierzulande.
Luxemburg steht mit 164,72 Milliarden Kronen (6,62 Milliarden Euro) nach einem Jahr wieder an der Spitze der größten ausländischen Eigentümer, gefolgt von Deutschland mit 164,42 Milliarden Kronen (6,61 Milliarden Euro). Obwohl das Volumen des luxemburgischen und des deutschen Kapitals fast identisch ist, besitzen Eigentümer aus Luxemburg 761 und deutsche Eigentümer 7853 Firmen hierzulande. Luxemburg, das als Steuerparadies gelte, werde von multinationalen Unternehmen häufig als beliebtes Ziel für die Registrierung von Investitionsstrukturen, Holdinggesellschaften oder Fonds genutzt, erläuterte Dun & Bradstreet. Das hohe deutsche Kapitalvolumen spiegelt die starke Verflechtung der Industrieproduktion und der Exporte zwischen der Tschechischen Republik und Deutschland wider, hieß es weiter. An dritter Stelle liegen die Niederlande mit einem Kapital von fast 110 Milliarden Kronen (4,42 Milliarden Euro).
Das Gesamtvolumen des Auslandskapitals der 20 größten ausländischen Eigentümer ging im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Es sank um ein Fünftel von 926 Milliarden Kronen (37,2 Milliarden Euro) auf 734 Milliarden Kronen (29,49 Milliarden Euro) und erreichte damit einen langfristigen Tiefstand. Dieser Rückgang kommt nach mehreren Jahren relativer Stabilität.
„Die derzeitige Entwicklung könnte ein Zeichen für den Abfluss einiger ausländischer Investitionen sein und das Vertrauen ausländischer Investoren in die tschechische Wirtschaft widerspiegeln“, kommentierte die Vorstandsvorsitzende von Dun & Bradstreet, Kateřina Klosová die Daten. Ebenso kann sich laut ihr ein erhöhtes Maß an Fusionen und Übernahmen im Zusammenhang mit der Übertragung von Unternehmen in inländische Hände darin auswirken.







