Tschechische Mikrobrauereien haben 2025 rund 8000 Hektoliter Bier weniger als im Vorjahr gebraut

Die Mikrobrauereien in Tschechien haben im vergangenen Jahr 383.000 Hektoliter Bier gebraut. Das waren 8000 Hektoliter weniger als noch 2024.

Michal Voldřich | Foto: Jana Klímová,  Tschechischer Rundfunk

Dies teilte der Präsident des Böhmisch-Mährischen Verbands der Mikrobrauereinen, Michal Voldřich, am Mittwoch den Medien mit. Derzeit gibt es in Tschechien 520 Mikrobrauereien. Ihr Gerstensaft machte im vergangenen Jahr 2,5 Prozent des inländischen Bierabsatzes aus. Voldřich sagte, insgesamt nehme nicht nur der Bierkonsum ab, sondern auch der Alkoholgehalt des konsumierten Biers. 15 Prozent der Mikrobrauereien würden derzeit alkoholfreies Bier brauen, so der Verbandschef. Voldřichs Worten zufolge erfreuen sich außer alkoholfreiem Bier auch Sauerbiere und Obstbiermischungen wachsender Beliebtheit.

Laut dem Verband ist es wichtig, dass die Bedingungen für die Unternehmen stabil bleiben und die Spezifika der Minibrauereien berücksichtigt werden. Die geplante Änderung der EU-Gesetze, durch die es ab 2031 neue Bierkategorien geben soll, könnten die Mikrobrauereien nach Voldřichs Meinung gefährden.

Die Mikrobrauereien haben sich auch dem Aufruf des Tschechischen Verbands der Brauereien und Mälzereien vom April dieses Jahres angeschlossen. In diesem wurde zu einer Senkung der Mehrwertsteuer auf gezapftes Bier aufgefordert. Die Mikrobrauereien verkaufen rund 85 Prozent ihrer Produktion in Restaurants und Gaststätten.

Autor: Martina Schneibergová | Quelle: ČTK
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