Tschechische Agrarbilanz im vergangenen Jahr deutlich verbessert

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Das Defizit in der tschechischen Agrarbilanz ist 2020 klar zurückgegangen. Dazu hat auch die besondere Lage während der Corona-Pandemie beigetragen, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte.

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Der Rückgang lag im Jahresvergleich bei 22,7 Prozent. Anstatt 47,5 Milliarden Kronen (1,83 Milliarden Euro) in 2019 betrug das Defizit nur noch 36,7 Milliarden Kronen (1,41 Milliarden Euro). Im vorvergangenen Jahr gab es bei der tschechischen Agrarbilanz das schlechteste Ergebnis seit der Staatsgründung von 1993.

2020 wuchsen die Erlöse aus dem Export landwirtschaftlicher Produkte um acht Prozent auf 213,8 Milliarden Kronen (8,22 Milliarden Euro). Die Erlöse aus den Einfuhren stiegen im selben Zeitraum allerdings nur um zwei Prozent an, und zwar auf 250,5 Milliarden Kronen (9,63 Milliarden Euro). Zum besseren Ergebnis trugen vor allem der Export von Weizen, Tierfutter und Zigaretten bei, wie das Landwirtschaftsministerium angab.

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Der tschechische Agrarverband bezeichnete 2020 wegen der Coronakrise als atypisches Jahr. Wie das Landwirtschaftsministerium erläuterte, war der Handel nicht von den Grenzschließungen betroffen, aber die direkten Kontakte. Gleichgeblieben ist der Grund für das Defizit. So gingen zwei Drittel des negativen Saldos auf den Handel mit Fleisch zurück, wie der Agrarverband erläuterte. Das bedeutet, dass Tschechien weiter deutlich mehr Fleisch importiert als ausführt.

Größter Kunde für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Tschechien war erneut Deutschland. Über 23 Prozent der Exporte gingen ins große Nachbarland, auf den weiteren Plätzen lagen die Slowakei und Polen. Ebenso kamen die meisten Importe aus Deutschland, und zwar knapp 23 Prozent. Die nächstgrößten Lieferanten waren Polen und die Niederlande.

Autor: Till Janzer
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