• 24.04.2003

    Die Prager Stadtvertreter haben sich am Donnerstag dafür ausgesprochen, dass dem ehemaligen Präsidenten Václav Havel die Ehrenbürgerschaft verliehen wird. Die Ehrenbürgerschaft wird dem Ex-Präsidenten als Ausdruck der Hochachtung und der Würdigung seiner Verdienste um die Hauptstadt und die Tschechische Republik verliehen. Gegen die Verleihung stimmten offensichtlich die Kommunisten, die der Meinung sind, Václav Havel habe für die Hauptstadt nicht viel getan.

  • 24.04.2003

    Der ehemalige tschechische Staatspräsident Václav Havel hat sich in der Prager Innenstadt ein Büro eingerichtet. Es befindet sich in der Vorsilská-Straße, in einem Haus, das seinem Ex-Kanzlers Karel Schwarzenberg gehört. Die Kosten für seine Kanzlei trägt Havel selber, obwohl es weltweit üblich ist, dass die Kanzlei der ehemaligen Staatspräsidenten vom Staat finanziert wird. Die tschechischen Abgeordneten hatten einen entsprechenden Gesetzentwurf, der dies ermöglichen würde, nicht verabschiedet.

  • 24.04.2003

    Präsident Václav Klaus hat am Donnerstag Jan Fischer zum neuen Vorsitzenden des Tschechischen Statistischen Amtes ernannt. Fischer löst in der Funktion Marie Bohatá ab, die Ende Januar dieses Jahres wegen eines statistischen Fehlers in der Handelsbilanz von 2002 zurücktrat.

  • 24.04.2003

    Die slowakische Regierungsbeauftragte für die Roma-Problematik, Klara Orgovanova hat am Donnerstag in Prag mit ihrem tschechischen Amtskollegen Jan Jarab und weiteren Politikern u.a. über die Migration slowakischer Roma in die Tschechische Republik verhandelt. Die Auswanderung slowakischer Roma nach Tschechien war in jüngster Zeit aufgrund der gesunkenen Sozialhilfe in der Slowakei sprunghaft angestiegen.

  • 24.04.2003

    Auf dem tschechischen Messegelände hat am Donnerstag die internationale Buchmesse "Welt des Buches" begonnen. Der neunte Jahrgang dieser Veranstaltung ist der Afrikanischen Literatur gewidmet und steht unter dem Motto "Dialog zwischen den Kontinenten".

  • 24.04.2003

    In Jihlava/Iglau wurde am Donnerstag die zweite tschechisch-deutsche Briefmarkenausstellung "Ostropa 2003" eröffnet. Die Besucher können dort z. B. einzigartige Exponate aus der Sammlung des weltberühmten Sammlers Ludvík Pytlícek oder Schriftstücke bewundern, die 1785 von der Post zugestellt wurden. Der erste Jahrgang der Ausstellung fand im Jahre 2000 in Münchberg statt und sie wird mit Unterstützung des Tschechisch-deutschen Zukunftsfonds abwechselnd in Deutschland und in Tschechien organisiert.

  • 23.04.2003

    Der tschechische Präsident Vaclav Klaus ist am Mittwoch zu einem eintägigen Staatsbesuch nach Österreich gereist. Knapp zwei Monaten nach seiner Wahl zum Staatspräsidenten beendet er damit die Reihe seiner Antrittsbesuche in den vier Nachbarländern der Tschechischen Republik. Von unserer Kollegin Marketa Maurova erhielten wir dazu am Mittwochabend den folgenden Telefonbericht aus Wien:

    "Auf dem Nachmittagsprogramm von Präsident Vaclav Klaus in Wien standen Treffen mit Nationalratspräsident Andreas Khol - es handelte sich übrigens um den ersten Besuch eines tschechischen Präsidenten im österreichischen Parlament in der Geschichte -, weiter mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und unerwartet auch mit Außenministerin Benita Ferrero-Waldner. Die Verhandlungen verliefen hinter verschlossenen Türen. Während eines kurzen Gesprächs mit Journalisten im Rahmen eines Spaziergangs durch das Wiener Stadtzentrum fasste Präsident Klaus seine Besuche in die vier Nachbarstaaten Tschechiens zusammen und hob die freundschaftlichen persönlichen Beziehungen mit seinen vier Amtskollegen hervor. Noch einmal sprach er auch die umstrittene Problematik der Vergangenheit an und unterstrich, er habe eine entsprechende Geste gegenüber den Sudetendeutschen bereits getan. Mehr könne man von ihm nicht erwarten. Das offizielle Arbeitsprogramm von Präsident Vaclav Klaus in Wien wurde durch ein Treffen mit tschechischen Landsleuten im Gebäude der tschechischen Botschaft abgeschlossen."

  • 23.04.2003

    Der US-Botschafter in Prag, Craig Stapleton, hat mit scharfen Worten eine Kritik der regierenden Sozialdemokratischen Partei (CSSD) am Irak-Krieg zurückgewiesen. Die CSSD hatte den Waffengang auf ihrem Parteitag Ende März "völkerrechtswidrig" genannt. Dieser Beschluss sei beleidigend, sagte Stapleton der Zeitung "Prague Post" (Mittwochausgabe). Die USA seien kein imperialistisches Land. Der Diplomat verurteilte auch die ablehnende Haltung des tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus zum Irak-Krieg. Klaus wies die Kritik des Botschafters zurück. Es täte ihm leid, aber die tschechische Position sei nicht identisch mit der Haltung der USA, so Klaus. Sein Verhältnis zu Stapleton gilt seit Wochen als gespannt.

  • 23.04.2003

    Das tschechische Feldlazarett, das zu einer humanitären Mission in den Irak entsandt wurde, wird direkt in der südirakischen Stadt Basra stationiert werden. Aus dem Irak informierte darüber am Mittwoch ein Reporter des Tschechischen Fernsehen. Die tschechischen Soldaten hätten bereits mit der Vorbereitung des Areals begonnen.

  • 23.04.2003

    Der ehemalige Minister für Industrie und Handel, Jiri Rusnok, hat sein Abgeordneten-Mandat niedergelegt. Er werde sich jetzt seinem ursprünglichen Beruf des Ökonomen widmen, aber weiterhin Mitglied der Sozialdemokratischen Partei (CSSD) bleiben, informierte Rusnok am Mittwoch. Rusnok war im März von Premierminister Vladimir Spidla vom Posten des Industrie- und Handelsministers abberufen worden. Als Grund hatte Spidla die schlechte Kommunikation mit dem Minister angeführt. Rusnok hält hingegen für die eigentliche Ursache seiner Abberufung die Tatsache, dass er bei der Präsidentenwahl im Februar für den Kandidaten der Opposition, den jetzigen Präsidenten Vaclav Klaus, gestimmt hatte.

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